Wie dünn ist die Grenze zwischen privat und geschäftlich?

 

Der Arbeitsdruck auf die Mitarbeiter wird immer größer. Damit die Familie nicht ungebührlich unter Überstunden leidet wollen viele Arbeitnehmer einen Teil ihrer Arbeit zu Hause erledigen. Smartphone, heimischer Computer und Internet machen dies möglich. Bei einigen Aufgaben haben die Mitarbeiter eine Geheimhaltungspflicht. Sind geschäftliche Unterlagen, die per E-Mail an den privaten Account gesendet werden, auch davon betroffen?

Wie sich solches Verhalten auswirkt haben wir im US-amerikanischen Wahlkampf mit verfolgen können. Für Arbeitnehmer kann sich dies negativ auswirken. Sendet der Arbeitnehmer ohne Einverständnis seines Chefs betriebliche Daten an seinen privaten Account, kann dies nach dem Willen des Bundesarbeitsgerichts als nicht zulässige Aneignung vertraulicher Daten angesehen werden (Az. 2A 249/13). Auch wenn der Arbeitnehmer keine illegalen Geschäfte mit den Daten machen will, kann diese „Gutwilligkeit“ zur Kündigung führen. Zu einer fristlosen Kündigung führt in jedem Fall die Weitergabe vertraulicher Geschäftsdaten an eine Konkurrenzfirma (Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg, Az. 7 Sa 38/17).

Damit Sie keinen Schaden erleiden, ist in jedem Fall das Einholen des Einverständnisses des Arbeitgebers wichtig. Lassen Sie sich dieses schriftlich geben, dann gibt es keine Probleme. Zu Ihrer eigenen Sicherheit ist es sinnvoll sich mit einem Fachanwalt für Arbeitsrecht zusammen zu setzen.

Roland Sudmann ist seit vielen Jahren als Fachanwalt für Arbeitsrecht tätig. Die Terminvereinbarungen gehen über die Kanzlei Philipp, Sudmann und Schendel, in der Rechtsanwalt Sudmann Partner ist. Allerdings ist Fachanwalt Sudmann nicht nur in Mannheim tätig, sondern bundesweit. Er kennt sich mit dem Datenschutz am Arbeitsplatz bestens aus, berät Sie, vertritt Sie vor Ihrem Arbeitgeber und vor dem für Sie zuständigen Arbeitsgericht.