ALG 2 – was ist das?

Arbeitslosengeld 2 wird verkürzt auch ALG 2 genannt und ist  eine Sozialleistung. Eingeführt wurde das ALG 2 es durch das Hartz IV Reform-Gesetz am 1 Januar 2005. Umgangssprachlich nennt man die ALG 2 Leistung darum auch einfach Hartz 4. Das ALG 2 ist eine Zusammenfassung der früheren Sozialhilfe und der Arbeitslosenhilfe. Der Anspruch auf ALG 2 setzt allerdings nicht voraus, das man arbeitslos ist. Wichtig ist allein, dass man bedürftig und arbeitsfähig ist.Die Bedürftigkeit wiederum hängt vom eigenen Vermögen und Einkommen ab. Zum Einkommen zählen auch Unterhaltszahlungen. Erhalten etwas Kinder von dritter Seite Unterhalt, so wird diese Unterhaltszahlung auf das ALG 2 angerechnet. Unterhalt zählt also zum Einkommen.
Durch das ALG 2 sollen die Grundbedürfnisse erwerbsfähiger Menschen befriedigt werden können. Der Anspruch auf ALG 2 resultiert damit letztendlich aus dem Sozialstaatsgebot des Grundgesetzes. Personen, die nicht erwerbstätig sein können, etwa Rentner, erhalten Sozialhilfe. In der Höhe entspricht die Sozialhilfe dem ALG 2.
Neben dem ALG 2 werden weitere Sozialleistungen erbracht, denn der Arbeitslose soll den Weg zurück in die Erwerbstätigkeit finden. Hierzu gehören etwa Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigung, bekannt unter dem Stichwort Ein-Euro-Job oder Maßnahmen zur beruflichen Weiterbildung.Träger des ALG 2 sind die Agentur für Arbeit und die Kommunen. Sie bilden eine Arbeitsgemeinschaft, die sog. ARGE. Anspruchberecht i.S. der Hartz 4 Gesetze sind Menschen zwischen 15 und 65 Jahren, die erwerbsfähig und hilfebedürftig sind, und die ihren Aufenthaltsort in Deutschland haben. Von Hilfsbedürftigkeit liegt auch vor, wenn Erwerbstätige ein so geringes Einkommen hat, dass seine Existenz ohne Sozialleistungen nicht gewährleistet wäre. Man kann das ALG 2 deshalb mit dem gesetzlichen Mindestlohn vergleichen.
Das Arbeitslosengeld 2 wird ab dem Datum und auf Antrag gewährt. Diesen Antrag muss jeder Empfänger selbst stellen. Über die Annahme des Antrages wird ein Bescheid erlassen. Der Antragsteller hat anschließend die Möglichkeit innerhalb von einem Monat Widerspruch dagegen einzulegen. Über die Höhe des ALG 2 wird nach der Bedürftigkeit des Antragsstellers entschieden. Zum ALG 2 zählt einmal dier Regelsatz, dann die Kosten der Unterkunft sowie die Heizkosten. Bestimmte Bevölkerungsgruppen wie Schwangere, allein Erziehende oder Behinderte erhalten prozentuale Zuschläge auf den Regelsatz.