EU-Führerschein

Den Führerschein an sich gibt es schon seit mehr als 100 Jahren. In Wien gab es
erstmals 1901 eine amtliche Prüfung zum Erwerb eines Führerscheins. Nach dem
derzeit geltenden EU-Recht, werden ab dem Jahr 2012 alle unterschiedlichen
Modelle des Führerscheins (etwa 11o) zu einem einheitlichen EU-Führerschein
zusammen gefasst. Ein wichtiger Vorstoß zum einheitlichen Recht des Führerscheins in Europa ist die 3. Führerscheinrichtlinie die auch die Erlaubnis-
klassen regelt. Diese Richtlinie ist seit dem 19. Januar 2007 gültig. Allerdings muss
die Richtlinie in den anderen Mitgliedsstaaten erst bis 19. Januar 2013 umgesetzt
werden, wobei sie in Deutschland schon am 19. Januar 2009 in Kraft tritt.
Diese 3. Führerscheinrichtlinie, soll auch den sogenannten Führerscheintourismus
Einhalt gebieten. Dieses Wort hat sich eingebürgert seit dem es möglich ist, trotz
Auflagen in Deutschland diese zu umgehen und den Führerschein mit einem
zeitlich begrenzten Wohnsitz in einem anderen europäischen Land zu machen (z.B. EU-Führerschein in Polen).
Die alten Führerscheine haben bis 2032 ihre Gültigkeit. Damit will man einen
Zwangsumtausch vermeiden, wobei man pro Person 30 Euro bezahlen müsste.
Der EU-Führerschein wird auch nicht mehr unbegrenzt gültig sein, sondern es kann
jedes Land selbst entscheiden ob er seine Gültigkeit 10 oder 15 Jahre behält.
Wenn ein Bürger aus einem anderen Land, einen Antrag zum Erwerb eines
Führerschein stellt, muss das jeweilige Land in dessen Heimatland nachfragen, ob
dort nicht ein Führerscheinentzug vorliegt. Die Umstellung auf den EU-Führerschein
greift aber auch ins bestehende Recht ein, denn mit der Klasse B ist es dann
nicht mehr möglich Fahrzeuge über 3,5 t zu führen. Die frühere Klasse 3, wird
dann auf die Klassen BE, C1E, M, S und L umgeschrieben. Ab dem 50. Lebens-
jahr, muss man sich als Inhaber der alten Klasse 2 (C/CE) alle 5 Jahre einer
ärztlichen Untersuchung unterziehen. Wie jedes neue Dokument, soll auch der
neue EU-Führerschein vor Fälschungen sicher sein.