Wie werden Winterreifen getestet?

Bei Winterreifen-Tests ist es wichtig, dass man unterschiedliche Fahrsituationen simuliert, um so das Verhalten des Reifens möglichst gut einschätzen zu können.
Alltägliche Manöver wie Geradeaus- und Kurvenfahrt stehen meist am Anfang. Dabei wird kontrolliert, wie der Reifen die Spur, bzw. den Radius beibehält. Ebenso wichtig ist, dass der Reifen unmittelbar anspricht auf eine Lenkbewegung und nicht erst verzögert eine Richtungsänderung annimmt. Zudem testet man, welchen Einfluss ein Reifen auf den Kraftaufwand beim Lenken hat.
Um auch zu beurteilen, wie ein Reifen in Extremsituationen reagiert, werden Ausweich- und Überholmanöver simuliert. Dabei ist die direkte Reaktion des Reifens auf Lenkbewegungen das wichtigste Kriterium. Zudem kann in solchen Tests auch die Grenze des Reifens ausgestet werden und wie sie sich ankündigt. Wird das Fahrzeug plötzlich unkontrollierbar oder kündigt sich das Versagen langsam an?
Winterreifen müssen bei allen Bedingungen funktionieren, auch wenn sie besonders für tiefe Temperaturen und Schnee konstruiert sind.
Deshalb werden Bremsen und Handling unter anderem auch bei Nässe getestet. Man bremst auf regennasser Fahrbahn und kontrolliert Bremsweg und Fahrverhalten.
Ein besonderer Härtetest ist die Fahrt bei Aquaplaning. Hierbei ermittelt man die Geschwindigkeit, bei welcher der Reifen die Haftung verliert.
Und zu guter Letzt wird das Verhalten auf einer schneebedeckten Straße sowie auf Eis simuliert. Der Bremsweg wird ermittelt. Man testet zudem die Traktion des Reifens und die Seitenführung.
Zur vollständigen Beurteilung eines Reifens gehören neben dem reinen Fahrverhalten auch Faktoren wie Laufgeräusch, Federkomfort, Kraftstoffverbrauch, Laufprüfung und Reifenverschleiß.