Benzin sparen

Seit der Ölkrise in den 70er Jahren hat es keine Situation mehr gegeben, in der Benzin sparen in der öffentlichen Meinung einen vergleichbar hohen Stellenwert eingenommen hat wie heute. Sei es aus Kostengründen, angesichts ständig steigender Benzinpreise, sei es der Umwelt zuliebe, deren Belastung mit CO2 und Feinstaub in einem konkreten Verhältnis zum verbrauchten Benzin steht – es gibt sehr gute Gründe, auf einen niedrigen Kraftstoffverbrauch zu achten und damit aktiv Benzin zu sparen. Im Zuge der Klima- und Umweltdiskussion gehört das Energie Sparen heutzutage zu den zentralen Verhaltensformen die zu Recht von den Verbrauchern erwartet werden. Die Einsparung von Kraftstoffen leistet hierbei einen wichtigen und zentralen Beitrag.

Sobald es um die Anschaffung eines neuen Autos geht, sollten die Verbrauchswerte eine gehobene Rolle bei der Entscheidung spielen. Muss es auch nicht unbedingt das drei Liter Auto sein, so ist das Angebot an verbrauchsoptimierten Fahrzeugen groß genug, um das Thema Spritverbrauch mit einzubeziehen.

Wichtig ist darüber hinaus, den Motor regelmäßig, mindestens einmal jährlich, in einer Fachwerkstatt optimal einstellen zu lassen. In Verbindung mit der Verwendung eines vollsynthetischen Leichtlauföls kann so sichergestellt werden, dass sich der Verbrauch des Fahrzeuges nicht schleichend erhöht.

Eine sehr große Bedeutung in Bezug auf den Verbrauch eines Fahrzeuges kommt der Fahrweise zu. Nur wer diese entsprechend anpasst, kann effektiv Benzin sparen. Der Motor sollte erst gestartet werden, wenn Sitze und Spiegel eingestellt und der Fahrer angeschnallt ist. Fahren Sie immer vorausschauend, vermeiden Sie sowohl starkes Bremsen wie auch starkes Beschleunigen und fahren Sie im Regelfall eher untertourig. 2000 Umdrehungen im Stadtverkehr sind hierbei ein guter Richtwert.

Bei Standzeiten von mehr als 10 Sekunden lohnt es sich bereits, den Motor abzuschalten. Beim Anfahren nur für die Strecke einer Wagenlänge im ersten Gang bleiben und sofort hochschalten. Besonders geachtet werden sollte auf elektrische Verbraucher im Fahrzeug, hier vor allem Klimaanlage, elektrisch beheizbare Heckscheibe, sowie elektronische Spielereien. Diese schlagen ganz erheblich auf den Benzinverbrauch und sollten ausschließlich dann eingeschaltet werden, wenn sie auch benötigt sind.

Überflüssige Gepäckstücke und andere Gegenstände im Fahrzeug, die gerade nicht benötigt werden, erhöhen den Spritverbrauch erheblich. Wer Benzin sparen will, sollte den Kofferraum regelmäßig auf unnützen Ballast untersuchen. Gleiches gilt für Dachaufbauten, wie Gepäck- oder Fahrradträger, die nur dann montiert bleiben sollen, wenn sie auch tatsächlich benötigt werden, da sie andernfalls mit bis zu 1,5 zusätzlichen Litern auf 100 Kilometer zu echten Benzinverschwendern werden.

Der Reifenluftdruck darf nicht zu niedrig sein, ein halbes Bar zu wenig kosten im Durchschnitt bereits 6% mehr Sprit.

Fast keinem Autofahrer ist bewusst, dass der Benzinverbrauch auf den ersten vier Kilometern bei einem Vielfachen des Normalverbrauchs liegt, teilweise bei 30 bis 40 Litern auf 100 Kilometer. Wer Benzin sparen will, sollte also unbedingt Kurzstrecken vermeiden.