Die Bedeutung des Osterfestes

In der westlichen Welt, die ja vorwiegend christlich orientiert ist, gibt es zwei wichtige Feste, die selbst bei nicht besonders religiösen Menschen sehr ernst genommen werden: Weihnachten und Ostern.

Weihnachten feiern wir, weil Jesus laut der Bibel am 24. Dezember geboren wurde.
Ostern hingegen feiern wir als Gedenkfest, weil er den Überlieferungen zufolge zu dieser Zeit gekreuzigt wurde – und auferstanden sein soll.
Die Kreuzigung fand am Karfreitag statt. Aus diesem Grund verzichten Christen in der ganzen Welt am Karfreitag auf Fleisch in ihren Mahlzeiten und besuchen den Gottesdienst. In vielen Ländern – vorwiegend dort, wo die Bevölkerung hauptsächlich katholisch ist – finden an diesem Tag die Kreuzigungsprozessionen statt. In unserer Region – innerhalb Deutschlands – findet die Prozession mit einer Jesusfigur am Kreuz an der Spitze statt.
In Brasilien allerdings geht man ein ganzes Stück weiter: ein Auserwählter spielt Jesus, schleppt tatsächlich ein schweres Holzkreuz und Geißelungen während der Prozession sind keine Seltenheit.
An manchen Orten lassen sich Gläubige sogar tatsächlich für kurze Zeit kreuzigen um den Weg des Herrn zu gehen.
Die „Bedeutung Ostern“ kann also tatsächlich vom Grad der Religiosität abhängen.

Am Ostersonntag soll Jesus der Überlieferung zufolge wieder auferstanden sein. Dieser Tag wird eher fröhlich begangen, man wünscht sich ein frohes Osterfest – denn im Grunde feiern wir Christen nicht die Kreuzigung, sondern die Wiederauferstehung Christi.