Nordzypern

Die Türkische Republik Nordzypern und ihre Hauptstadt Nikosia hat eine Fläche von insgesamt 3.355 km². Auch hier ist Türkisch Amtssprache. Der Staat liegt im Norden der Mittelmeerinsel Zypern. International ist der Staat, der 1983 gegründet wurde, nicht anerkannt, außer von Bangladesch. Grund für die Nichtanerkennung des Staates ist der Verstoß gegen das UN-Gewaltverbot durch die Türkei, wodurch die Gründung dieses Staates erst möglich war. Geografisch gesehen bildet Nordzypern die Schnittstelle zwischen Asien und Europa, aber auch von Afrika.

Zwischen dem türkischen und dem griechischen Teil von Zypern befinden sich britische Militärbasen. Diese beanspruchen alleine 4 Prozent der Gesamtfläche der Insel. Die Militärbasen gelten als Pufferzone, die von den Vereinten Nationen im Rahmen der Friedensmission eingerichtet wurde und verwaltet wird.

Aufgrund des Zypernkonflikts mussten die auf der Insel lebenden Zypern-Türken ihre Heimat im Süden der Insel verlassen. Sie wurden in der Nordteil der Insel umgesiedelt. Im Süden leben nun mehr nur noch griechischen Zyprioten, die wiederum aus dem Norden der Insel in den Süden vertrieben wurden. Als die türkische Armee des Norden von Zypern besetzte, zogen auch viele Menschen vom türkischen Festland dorthin. Die Republik Nordzypern gewährte ihnen dabei die Staatsbürgerschaft.

Die so genannte Green Line – die demilitarisierte Zone zwischen den beiden Landesteilen – wurde als die Republik Zypern am 01. Mai 2004 der EU beitrat von Brüssel gänzlich ignoriert, vielmehr wurde Zypern als Gesamtinsel in die EU aufgenommen. Tatsache ist jedoch, dass die Regierung von Zypern de facto über den Norden von Zypern keine Gewalt mehr hat, seitdem die türkischen Truppen diesen Teil von Zypern im Jahr 1974 besetzten.