Der E-Commere Umsatz erreicht in aufstrebenden Nationen einen neuen „Peak“

Diese Woche veröffentliche eMarketer seine neue Prognose bezüglich des digitalen Vertriebs von Einzelhandels-, Reise- und Dienstleistungsprodukten und bereits am Anfang wird dabei deutlich, dass es gerade die asiatische pazifische Region ist, welche das meiste neue Kapital für einen neuen Rekord Business-to-Consumer (B2C) E-Commerce-Umsatz beisteuerte. Allein in diesem und im kommenden Jahr wird der B2C E-commerce Umsatz um rund 23% in dieser Region wachsen, so eine Schätzung. Den meisten Umsatz liefert dabei China und Indonesien, die mit erwarteten 65% beziehungsweise 71% besonders schnell wachsen werden.

Nordamerika und Europa sind Regionen, in denen E-Commerce bereits einen wesentlich reiferen Status erreicht hat, doch noch wird erwartet, dass auch hier Umsätze im zweistelligen Bereich erzielt werden – dies ist jedoch unter dem weltweiten Durchschnitt von 17% in diesem Jahr. Zwar wird erwartet, dass der Umsatz im Nahen Osten und in Afrika deutlich schneller wachsen wird in diesem Jahr, jedoch ausgehend von einer deutlich kleineren Basis. Auf die asiatisch pazifische Region entfallen bereits fast ein Drittel aller B2C E-Commerce Umsätze in der Welt. Dadurch liegt die Region dieses Jahr nur knapp unter dem Gesamtanteil und Umsatz von Nordamerika. Laut der Studie von eMarketer, wird die asiatisch pazifische Region im kommenden Jahr alle anderen Regionen deutlich hinter sich lassen hinsichtlich seines Anteil am weltweiten Gesamtumsatzes. Webbasierte Anwendungen und deren professionelle Implementierung und Wartung werden demnach immer wichtiger für die aufstrebenden Nationen des E-Commerce werden.

Andere wachstumsstarke Regionen sind beispielsweise die Länder Lateinamerikas, wo Gesamtausgaben von fast 46 Milliarden US Dollar in diesem Jahr erreicht werden, oder auch Zentral und Osteuropa, wo die digitalen Käufer circa 49 Milliarden US Dollar in den E-Commerce Markt investierten. Der Umsatzwachstum des E-Commerce wird zudem von weiteren geschätzten 1,03 Milliarden digitalen Käufern überall auf der Welt verstärkt. Jedoch stammen alleine 44,4% davon aus dem asiatisch pazifischen Raum. China selbst stellt rund 270 Millionen digitale Käufer in diesem Jahr – eine Zahl die alle Internetnutzer ab 14 Jahren oder älter und die in diesem Jahr etwas über das Internet gekauft haben beinhaltet. Die Vereinigten Staaten bleiben auf Platz 2 der Weltrangliste mit rund 156 Millionen digitalen Käufern 2013.

Grundsätzlich gibt es noch viel Raum für Wachstum, jedoch liegt das Potential vor allem in den sich entwickelnden Märkten, wo viele Internetnutzer noch nicht oder nur eingeschränkt die Möglichkeit zum digitalen Kauf haben. Westeuropa und Nordamerika sind die einzigen Regionen auf der Welt, wo ein Großteil der Online-Bevölkerung zudem auch im Internet einkaufen. Im asiatisch pazifischen Raum wird die Gesamtzahl an Internetnutzern auf 44,6% der Gesamtbevölkerung in diesem Jahr ansteigen. Im Jahr 2017 werden es bereits 54,2% nach einer Schätzung von eMarketer sein. Grundsätzlich gilt, dass die Märkte die momentan auch einen vergleichsweise eine eher geringe Anzahl an Internetnutzern aufweisen auch diejenigen sind, welche das geringste E-Commerce Wachstum veranschlagen können. Mit dem Ausbau des Internets und globaler Kommunikationsmöglichkeiten, entstehen jedoch mehr und mehr Möglichkeiten für die Bevölkerungen, online zu gehen und den E-Commerce Markt anzutreiben.

Jedoch muss erwähnt werden, dass sich seit der letzten Prognose von eMarketer in dem B2C E-Commerce Verkaufsbereich einiges getan hat. So erlebten Südkorea und Australien ein geringeres Wachstum an digitalen Käufern als erwartet. Ähnliches gilt für Indonesien laut neueren Statistiken. Auch die Realausgaben für den B2C E-Commerce Markt in Argentinien und Japan wird in US Dollar ausgedrückt deutlich niedriger ausfallen als zunächst angenommen. Dies liegt vor allem da dran, dass beide Länder erhebliche Preisschwankungen im letzten Jahr erlebten.