Beeinflussung der Menschen durch Online Games

Die Beeinflussung der Menschen durch Medien aller Art wird in unserer heutigen Gesellschaft immer stärker. Dadurch, dass viele alltägliche Dinge wie zum Beispiel Online-Banking, Shopping oder Bewerbungen immer öfter über das Internet erledigt werden, wächst der Einfluss auf das tägliche Leben ständig. Man könnte fast den Eindruck gewinnen, dass es den Menschen immer schwerer fällt, zwischen der virtuellen und der realen Welt zu unterscheiden. So ist es nicht verwunderlich, dass Online Games auch Gegner haben, die sich nur schwer oder gar nicht überzeugen lassen, dass diese Spiele überwiegend positive Seiten haben. Es wird oft befürchtet, dass die Menschen durch besonders brutale Computer- und Online-Spiele, auch Killerspiele genannt, aggressiv werden. Jeder neue Amoklauf verstärkt diese Angst. Die Mehrheit der Spieler widerspricht jedoch dieser weit verbreiteten Meinung und hält die Angst für unbegründet. Sie sind sich durchaus bewusst, dass es sich um ein Spiel handelt, ähnlich wie zum Beispiel Brettspiele, bei denen ja auch Figuren vom Feld geschlagen werden müssen und wobei niemand auch nur im Ansatz an Gewalt denkt. Man unterscheidet hier sehr deutlich zwischen tatsächlicher Gewalt im Alltag und der virtuellen Gewalt in den Spielen. Möglicherweise vorhandene Aggressionen verbleiben im Spiel und werden nicht auf den Alltag übertragen. Leider gibt es auch immer Ausnahmen. Hier handelt es sich aber meist um exzessive Spieler, die zudem ohnehin schon psychische Probleme haben, die durch die brutalen Spiele noch verstärkt werden. Diese Menschen holen sich im Internet die Anerkennung, die sie im Alltag nicht finden. Auf eine daraus entstehende Abhängigkeit folgt dann oft ein Realitätsverlust und es kann in glücklicherweise seltenen Fällen dazu führen, dass diese Menschen die Handlungen in ihren Killerspielen in Wirklichkeit ausprobieren.