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Die Kaffeesorten Arabica und Robusta

Die zwei Sorten Coffea arabica und Coffea canephora, die in wirtschaftlicher Hinsicht eine große Bedeutung erreicht haben, wer­den gewöhnlich als Arabica und Robusta be­zeichnet. Weltweit baut man vorwiegend diese beiden Sorten an, seltener die Coffea liberica und Coffea excelsa. Dreiviertel der Weltproduktion werden von der Arabica be­stritten. Obwohl sich die Bohnen dieser zwei Kaffeesorten stark ähneln, sind die Unterschiede zwischen den beiden Pflanzen und deren Samen erheblich, angefangen von den genetischen: die Arabica besitzt 44 Chromo­somen und die Robusta nur die Hälfte da­von. Auch die Pflanzen unterscheiden sich leicht in Form und Farbe der Blätter und Früchte, vor allem aber in der Höhe der Sträucher, wenn sie nicht gestutzt werden. Die Arabica erreicht 6-8 Meter, die Robusta 8-10.

Wie der Name schon sagt, ist die Robusta etwas widerstandsfähiger als die Arabica, sowohl gegen Parasiten als auch gegen Krankheiten und Hitze; die Robusta-Pflanze kann über mehrere Tage eine Tem­peratur von über 30 °C ertragen, während die Arabica bei solchen Verhältnissen sehr schnell Schaden erleidet. Beide Arten gehen bei Frost ein. Die Arabica ist auch be­sonders empfindlich gegen den  Parasiten Hemileia vastatrix, der vor Jahren die Kaffeeplantagen auf Sri Lanka vollkommen vernichtete. In diesem Land wurden die ersten Kaffeeplantagen systematisch ange­baut, und erst viel später ging man zum Anbau von Tee über. Trotz Einsatz von Pesti­ziden ist die Bekämpfung der Hemileia vastatrix sehr schwierig, vor allem in den niedrigen Höhenlagen. Nur in den Planta­gen auf über 900 Meter Höhe kann dieser Parasit erfolgreich bekämpft werden. Dies erklärt, warum die Arabica-Plantagen hauptsächlich auf 900-2000 Meter Höhe angelegt werden, wo allerdings kein Frost vorkommen darf. Die Robusta wächst hin­gegen in Höhen von 200-300 Metern in etwas wärmeren und feuchteren Gegenden. Die hohen Kosten für den Anbau in höheren Lagen, meist auf steilen Abhängen, die Ver­wendung von größeren Mengen Pestiziden und die spezielle Behandlung der Arabica sind eine Erklärung für den höheren Marktwert dieser Kaffeesorte. Gegenüber der Robusta ist sie allerdings auch qualitativ besser.

Die offensichtlichsten Unterschiede zwischen den zwei Pflanzen zeigen sich in den Boh­nen: die der Arabica sind flacher, länger und haben einen gewundenen Einschnitt; die Farbe ist ein mehr oder weniger inten­sives Grün, manchmal mit hellblauen Schat­tierungen. Die Bohne der Robusta ist hin­gegen konvexer und rundlicher; der Ein­schnitt ist fast gerade, das Grün ist gewöhn­lich heller und hat bräunliche oder graue Schattierungen. Auch nach dem Röstvor­gang kann ein kritischer Beobachter den Unterschied zwischen den zwei Arten erken­nen. Ein weiterer Unterschied ist der Kof­feingehalt: 1,1-1,7% in der Arabica, 2 bis 4,5% in der Robusta. Die Chlorogensäure, die ab einem gewissen Wert Verdauungspro­bleme hervorrufen kann, ist in der Robusta in größeren Mengen vorhanden. Auch in der Tasse bleibt der Unterschied bestehen: die Arabica ist milder und aromatischer, nicht so bitter und adstringierend.


Von am 19.05.2010 um 07:39 Uhr gespeichert unter Essen & Trinken Gelesen: 329 · heute: 2 · zuletzt: Donnerstag, 17. Mai 2012 - 06:55

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Ein Kommentar zu “Die Kaffeesorten Arabica und Robusta”

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