Wenn die Rendite in der Tasche klimpert

Geld anlegen will gelernt sein. Schließlich gibt es immer neue Möglichkeiten für Anleger, ihr Kapital zu mehren. Die wachsende Produktvielfalt bezieht sich dabei in erster Linie auf Fonds und Zertifikate, wodurch traditionelle Geldanlagen zumindest im Hinblick auf ihre Präsenz in den Medien in der Hintergrund treten.
Eine früher weit verbreitete Kapitalanlage waren Anlagemünzen. Diese bestehen aus hochwertigen Edelmetallen wie Gold oder Silber und bieten so die Möglichkeit, echte Werte zu besitzen. In Zeiten einer sinkenden Risikotoleranz an den globalen Finanzmärkten werden diese Produkte wieder stärker nachgefragt. Insbesondere Privatanleger kaufen wieder verstärkt Anlagemünzen.
Der Vorteil der Produkte liegt auf der Hand: Selbst wenn durch einen katastrophalen Crash an den Börsen alle anderen Werte wie Aktien und Anleihen vernichtet werden sollten, behalten physische Metalle ihren Wert. Die Kontinuität der Kaufkraft von Gold beispielsweise ist beeindruckend. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts kostete zum Beispiel ein vorzeigbarer Herrenanzug etwa eine Goldmünze. Daran hat sich bis heute nichts geändert.
Anlagemünzen eignen sich insbesondere als Fluchtwährung für schlechte Zeiten. Da sie weder Zinsen noch Dividenden zahlen, müssen Anleger beim Erwerb die Opportunitätskosten in Form der nicht erfolgenden Einkommensströme tragen. Diese fallen gegenwärtig wegen der niedrigen Kapitalmarktzinsen allerdings recht gering aus, so dass ein Investment in Anlagemünzen besonders attraktiv erscheint.
Altbewährtes wird nie schlecht – dies gilt eben auch bei der Kapitalanlage.