Studenten, Wohngeld etc.

In der Regel wird an Studenten kein Wohngeld bezahlt. Es ist nämlich so, dass Studenten vom Anspruch auf Wohngeld dann ausgeschlossen sind, wenn der Student einen Anspruch auf Bafög hat – und in der hat dies ja jeder. Es ist dabei auch vollkommen egal, ob nun Bafög beantragt wurde, oder nicht, bzw. gezahlt wird, oder nicht.

Aber wie kann es anderes sein, auch im Bezug auf den Wohngeld Anspruch gibt es Ausnahmen: Und zwar ist es so, dass wenn nur ein im Haushalt lebendes Familienmitglied kein Student ist, also bei einem allein erziehenden Studierenden beispielsweise, besteht Anspruch auf Wohngeld. Da dieses nicht studiert, ist der gesamte Haushalt wohngeldberechtigt.

Aber auch wenn aus anderen Ausschlussgründen Wohngeld beantragt wird, wird dieses gewährt, und zwar wenn zum Beispiel keine Bafög förderungswürdige Ausbildung gemacht wird, oder aber wenn der Antragssteller ein Ausländer ist, oder aber die Altersgrenze für eine Förderung durch Bafög überschritten wurde, bzw. ein Abbruch der Ausbildung, bzw. ein Wechsel der Fachrichtung ohne wichtigen Grund erfolgte, bzw. wenn die Förderungshöchstdauer durch Bafög überschritten wurde.

Die Alternative zum Wohngeld stellt die „Mietbeihilfe“ dar, die Studenten beantragen können, wenn sie zwar Bafög beziehen, dessen Höhe jedoch nicht zur Deckung der Kosten für die Miete ausreicht.

Ganz schlecht sieht es für so manche Trennungs- bzw. Scheidungskinder aus, die nach der Düsseldorfer Tabelle zwar vom unterhaltspflichtigen Elternteil Unterstützung erhalten sollten, jedoch dies nicht erhalten. Oftmals bleibt diesen nur der Weg zum Anwalt, der dann das Gehalt des unterhaltspflichtigen Elternteils pfänden lässt – natürlich nach der jeweils aktuelle Pfändungstabelle.