Vergleich – Gründung einer Limited, Gründung einer deutschen GmbH

Um eine Englische Limited zu gründen bedarf es lediglich eines Antrages an das Companies House, einigen Unterlagen und einer Gebühr von rund 30 Euro. – Das ist alles, das andere ist dann nur noch eine reine Formalität, denn das Companies House prüft dann lediglich formell, ob der Name der neuen Limited zulässig ist, oder aber nicht eventuell bereits schon an eine andere Gesellschaft vergeben wurde. Darüber hinaus wird auch geprüft durch das Companies House, ob der Satzungszweck nicht eventuell doch gegen gesetzliche Bestimmungen verstößt.

Wenn seitens des Companies House kein Zurückweisungsgrund vorliegt, wird das so genannte Certificate of Incorporation, ausgestellt durch das Companies House. Es ist dabei so, dass das Ausstellungsdatum des Certificate of Incorporation auch gleichzeitig das Gründungsdatum der Gesellschaft ist. Nach der Ausstellung des Certificate of Incorporation ist die Limited rechtlich existent.

Anders als bei einer deutschen GmbH prüft das Companies House nicht, ob die Einzahlungsverpflichtungen erfüllt sind, oder aber die freie Verfügungbarkeit der Leistungen der Gesellschaft existent ist. Im Gegensatz zu einer deutschen GmbH benötigt man bei der Limited kein Stammkapital. Es ist zwar so, dass die Satzung ein so genanntes Nennkapital beinhalten muss, wovon jedes Gründungsmitglied einen Anteil daran übernehmen muss, wobei theoretisch ein Cent genügt, es aber in der Praxis üblich ist als Nennkapital ein englisches Pfund einzusetzen. Es können jedoch aber auch Einlagen in Form von Bar- und Sacheinlagen eingebracht werden bei einer Limited. Im Bezug auf die Bewertung einer Sacheinlage herrscht dabei jedoch große Bewertungsfreiheit.

Es ist dabei auch so, dass eine Vollwertigkeitskontrolle, wie bei einer deutschen GmbH nicht stattfindet.