Die Geschichte der Bankleitzahl: Wann? Wieso? Weshalb?

Die Bankleitzahl, kurz BLZ, dient zur eindeutigen Identifizierung des Geldinstitutes innerhalb der nationalen Landesgrenzen. Auf nationaler Ebene, in Deutschland wie in allen anderen Ländern auch, hat man sich auf einen numerischen Kode geeinigt (acht Stellen), der ein Finanzinstitut innerhalb der Grenzen des Landes eindeutig erkennbar macht. In Deutschland hat jede der acht Stellen eine eindeutige Zuordnung.

Die erste Stelle Bezeichnet eine Region ähnlich den deutschen Bundesländer und die Stellen zwei bis vier bezeichnen den Ort, in dem die Bank ansässig ist: ähnlich der Postleitzahl bei den Adressen. Diese vier hier beschriebenen Stellen werden in Deutschland von der Deutschen Bundesbank festgelegt. Alle weiteren (vier) Stellen müssen die Institute selbst definieren. Dieses System der Bankleitzahlen ist am 1. Oktober 1970 in Deutschland eingeführt worden und wurde seitdem nicht mehr verändert.

Seit dieser Zeit ist die Bankleitzahl gemeinsam mit der Kontonummer fixer Bestandteil des deutschen Zahlungsverkehrs. Die Bankleitzahl ist bei der Deutschen Bundesbank in einer Bankleitzahlendatei hinterlegt und muss immer in folgendem Format anzugeben NNN NNN NN, wobei N für eine der oben erwähnten Nummern steht. Damit der bargeldlose Zahlungsverkehr innerhalb Deutschlands gewährleistet ist, ist jedes Finanzinstitut verpflichtet, eine Bankleitzahl bei der Deutschen Bundesbank zu beantragen. Darüber hinaus sind alle Unternehmen, die einen bargeldlosen Zahlungsverkehr anbieten, verpflichtet, die Bankleitzahl sowie die Kontonummer auf Geschäftspapieren anzuführen. Eine einmal gelöschte Bankleitzahl wird in der Regel nicht mehr vergeben. Das verringert das Risiko, dass ein Geldtransfer zu nicht mehr existierenden Geldinstituten erfolgen kann.

Redaktion Contendia,

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