Segelschiffe erleben ein Revival

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Vor weniger als 200 Jahren war das Segel noch der Schiffsantrieb schlechthin. Alternativen (außer Rudern) gab es so gut wie keine. Längst hat der schwere Schiffsdiesel das Segel als Antrieb abgelöst. Segeln wird heute nur noch als Sport betrieben. Doch die Ölpreisstände jagen von Rekord zu Rekord. Für viele Branchen, die am Tropf des schwarzen Golds hängen, wird dies in der Zukunft fatale Folgen haben. Dazu gehört auch die Transportbranche, in der es in der Zukunft wahrscheinlich zu einschneidenden Veränderungen kommen wird. Insbesondere der Transport zur See hängt stark vom Ölpreis ab. Finanziert wird der Seetransport oft über Anlagemodelle wie geschlossene Schiffsfonds. Die Initiatoren von Schiffsfonds wollen für die Anleger eine möglichst gute Rendite erwirtschaften. Demgegenüber stehen die Rohölpreise. Heute der größte Kostenfaktor bei Schiffsfonds ist nicht mehr dass Personal und die Finanzierungskosten, sondern das Öl. Schiffsfonds, die sich gegen die steigenden Ölpreise nicht abgesichert haben, haben inzwischen mit heftig mit den Betriebskosten zu kämpfen und die Rendite des Schiffsfonds wird stark geschmälert. Aber Probleme rufen auch immer Innovationen hervor, die diese Probleme lösen wollen. So zum Beispiel die Idee, Frachtschiffe, wie zur alten Zeit mit Segeln auszustatten. Neuartige Materialien und Technologien machen es möglich, selbst große Containerschiffe mit einem Segel auszustatten, wodurch streckenweise massiv Treibstoff eingespart werden kann. Es handelt sich auch nicht um Zukunftsvisionen. Erste Segel werden bereits im Dauerbetrieb getestet. Es muss jedoch erst festgestellt werden, wie lange das Material den enormen Kräften Windes standhält. Eine zu hoher Verschleiß wäre unwirtschaftlich. Dennoch ist die Branche zuversichtlich, dass die Segel wieder eine Zukunft als ergänzender Schiffsantrieb haben. Es wird vermutlich nicht mehr lange dauern, bis die ersten Schiffsfonds auch auf das Segel als Zweitantrieb setzen.