Steuern

Annähernd jeder Privatmann und jedes Unternehmen stöhnt unter der immerzu steigenden Steuerlast. Erwiesen ist aber, dass ohne Steuereinnahmen ein Leben in einer derartigen Gemeinschaft wie einem Staat nicht denkbar wäre.
Steuern gibt es schon so lange Menschen in einer Gemeinschaft zusammenleben. Zu früheren Zeiten wurde der Beitrag für die Gemeinschaft als Dienstleistung, dem so genannten Frondienst, eingezogen. Allen wurde ein im vornherein bestimmter Teil der des erarbeiteten Geldes für den Fronherrn abverlangt. Ebenfalls Sachabgaben waren an der Tagesordnung. So wurde zum Beispiel der zehnte Teil jeder Ernte in gemeinschaftlichen Silos deponiert. Das Wort „Steuer“ hat seine Wurzeln im Althochdeutschen. Zu der Zeit bezeichnete der Begriff stiura soviel wie Stütze oder Unterstützung. Bereits im bekannten Altertum wurden Steuern erhoben. Sie wurden zu dieser Zeit Tribut, Zoll oder Zehnt genannt. Noch in der heutigen Zeit sind die meisten Einnahmen des modernen Staates die Steuern. Mit ihnen werden zum einen das Staatswesen finanziert, andererseits mehrere gemeinschaftlich in Anspruch genommene Aufgaben, wie zum Beispiel der Straßenbau.
Steuern werden in unserem Land nicht zweckgebunden bezahlt. Das bedeutet, dass zum Beispiel die Mineralölsteuer nicht als Betrag für die Straßenbenutzung angesehen wird, sondern auf das Konto aller Staatseinnahmen geht. Das erste Mal wurde die Steuererhebung im 3. Jahrtausend vor Christus dokumentiert. Im Norden von Afrika wurden zu dieser Zeit eine Steuer für die Ernte und ein Nilzoll erhoben. Bei anderen alten Städten, wie in Mesopotamien wurden unter anderem die der Besitz von Kühen und Schweinen und der Fischfang versteuert. Viele Steuerabgaben sind für den Käufer nur vereinzelt bemerkbar. So sind Tabak- und Alkoholsteuer im Produktpreis mit inbegriffen. Eigentlich niemand hat das Bewusstsein, dass bei einem solchen Einkauf ein bestimmter Betrag an den Staat gezahlt wird. Die sog, welche auf alle Produkte und Dienstleistungen erhoben wird, ist häufig kaum bemerkbar. Im Ergebnis machte uns die Erhöhung des Mehrwertsteuersatzes diesen Anteil erst wieder bewusst. Das Festlegen des Steuersatzes, also das Steuererhebungsverfahren ist eine behördliche Aufgabe, also dem Finanzamt. Die Gesetzgebung in der Bundesrepublik Deutschland bildet den Ursprung für das Steuererhebungsverfahren. Es gilt als kompliziert und schwer durchschaubar. Sämtliche Sonderregelungen und Ausnahmen erleichtern nicht gerade die Anwendung.

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Autor : Daniel Keppler
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