Defizite bis 2008 ausgebügelt?

Aller Wahrscheinlichkeit nach werden die Krankenkassenbeiträge im Jahr 2008 doch steigen, aber nicht alle Kassen ziehen mit. Auch wenn die Krankenkassen Gewinne eingefahren haben, so ist dennoch ein großes Defizit vorhanden.

Viele Krankenkassen sind verschuldet, doch durch die Gewinne sind die Hoffnungen gestiegen, dass Ende des nächsten Jahres die Krankenkassen weitestgehend schuldenfrei sind.
Im Jahr darauf, also 2009 soll der Gesundheitsfond den Kassen helfen, die Ausgaben zu bestreiten. Wenn der Gesundheitsfonds so anläuft, wie es geplant ist, können die Krankenkassen eher Polster schaffen, die sie in drohenden Krisenzeiten über Wasser halten.

Doch was für Gelder fließen in diesen Fonds? Zum einen werden die Mitgliedsbeiträge der Patienten dort eingebracht und zum anderen die finanziellen Mittel, die der Staat bereitstellt. Anschließend werden sie nach bestimmten Gesichtspunkten wieder an die Kassen ausgegeben. So spielt das Alter der Mitglieder eine Rolle. Wenn das ausgegebene Geld nicht reicht, können die Krankenkassen von ihren Mitgliedern Sonderzahlungen verlangen. Problematisch wird es vor allem für die Krankenkassen, in denen viele Versicherte sind, die kein eigenes Einkommen haben. Ziel der Krankenkassen ist es, die derzeitige Entwicklung beizubehalten, damit sie für die Zukunft vorsorgen können.

Derzeit sind die Beitragssätze der gesetzlichen Krankenversicherung bei knapp 15 Prozent. Die Höhe ist Rekordverdächtig, aber es können auf Grund der enormen Schulden, trotz der Gewinne, keine Beitragssenkungen vorgenommen werden. Auch wenn die Wirtschaft gerade einen Aufschwung erlebt, so werden im Gegensatz dazu auch an anderer Stelle wieder die Preise angehoben, wie zum Beispiel die Verteuerung der Arzneimittel durch eine Mehrwertsteuererhöhung.