Von der Fondskonzeption bei einem Schiffsfonds ab 2005

Bei einem Schiffsfonds handelt es sich um einen geschlossenen Fonds. Schiffsfonds dürfen nur mit Anlageverlusten bis zum 10 Prozent des Kommanditkapitals aufgelegt werden.
Durch die Einführung des § 15 b EStG im Dezember 2005 wurde eine Konzeption mit Anfangsverlusten über Prozent des Kommanditkapitals unterbunden.
Frühere wurden darüber hinaus so genannte Kombi-Modelle mit steuerlichen Anfangsverlusten in den ersten Jahren und dem anschließenden Wechsel zur Tonnagensteuer ausgegeben. Auch das ist heute nicht mehr möglich.

Es sind zwar derartige Fonds noch auf dem Markt, jedoch für alle nach dem 10. November 2005 neu aufgelegten Schiffsfonds gilt diese Regelung. Inzwischen werden von den Anbietern aus diesem Grund Rendite orientierte Fondsprodukte auf den Markt gebracht.
Diese profitieren von der Tonnagensteuer. Die Höhe der Renditen im Bezug auf Schiffsfonds sind in den letzten Jahren jedoch stark rückläufig.

Im Gegensatz dazu sind jedoch die so genannten Weichkosten bei einem derartigen Fonds stark angestiegen. Die Weichkosten bestehen bei einem Fonds aus Vertriebskosten und Gebühren der Anbieter. Die Schiffsfonds werden dabei in der Regel ausschließlich als Euro- oder US-Dollar-Fonds aufgelegt.

Zu den gängigen Fondskonzeptionen zählen Einzelschiffe mit einem mittel- oder langfristigen
Chartervertrag, oder aber auch ganze Flotten von gleichen Schiffen, oder aber auch Flotten von verschiedenartigen Schiffen. Es kann sich bei dem Anlageobjekt entweder um ein neues Schiff handeln, dass noch nicht gebaut ist, oder aber um ein gebrauchtes Schiff, dass mit dem Kapital aus dem Schiffsfonds erworben werden soll. Die gängigsten Schiffarten, in die investiert wird, sind Containerschiffe und auch Tanker, wie auch Massengutfrachter und Passagierschiffe jeglicher Größe.