Mig und Mag die Standards des Schweißens

Nach einem stürmischen Winter und starken Salzablagerungen kann sich die Korrosion an Ihrem Fahrzeug zu schaffen machen. Auch im und am Haus können Leitungen, Rohre und Geländer verrostet sein. Mit etwas Geschick und Eigeninitiative können sämtliche Schweißarbeiten selbst in die Hand genommen werden. Eine große Auswahl an Geräten finden Sie auch im Shop von schweisshelden.de Wie Sie die Arbeiten durchführen, erklären wir im Folgenden.

Das Schutzgasschweißen

Schweißen mit Schutzgas ist sehr weit verbreitet und die beste Alternative für Einsteiger. Die Elektrode besteht hierbei aus einer Drahtspule anstatt eines Elektrodenstabes. Er wird durch den Schweißkolben geführt und schmilzt im Schweißbetrieb zu einem Lichtbogen. Das Schutzgas, aus der angeschlossenen Gasflasche, strömt beim Schweißvorgang über das Schmelzbad hinweg und schützt die Schweißnaht vor Korrosion. Beim Schutzgasschweißen können folgende Parameter geregelt werden:

– Gaszufuhr
– Drahtzufuhr
– Stromstärke
– Stärke des Drahtdurchmessers

Die Möglichkeit der Regelung von Gas- und Drahtzufuhr sowie der Stärke des Stroms, entscheidet die Beschaffenheit des Gerätes. Bei günstigen Einstiegsmodellen gibt es nur wenige Einstellmöglichkeiten, allerdings reichen jene für einfache Schweißarbeiten in der Regel aus.

MIG- und MAG-Schweißen sind die gängigsten Schweißarten

Zu den wichtigsten Schweißverfahren zählen MIG und MAG. Das MIG-Verfahren (Metal-Insert-Gas), welches für die Bearbeitung von Aluminium und anderen Nichteisen-Metallen zur Anwendung kommt, arbeitet mit abschmelzender Elektrode. Das MAG-Verfahren (Metal-Active-Gas), welches bei eisenhaltigen Metallen seine Anwendung findet, arbeitet ebenfalls mit einer Draht-Elektrode. Sehr praktisch ist bei beiden Verfahren, dass diese in der Praxis in Kombi-Geräten angeboten wird, da beide Varianten im Prinzip auf derselben Technik beruhen.

Übung führt zum Erfolg

Der Schweißvorgang beim Schutzgasverfahren ist theoretisch einfach erklärt. Das wichtigste ist das Zusammenspiel von Draht- und Gasvorschub sowie dem erzeugten Lichtbogen. Bei den Einstiegsgeräten sind diese Bedienelemente gekoppelt und werden automatisiert eingestellt. Bevor man sich an die Reparaturarbeiten am eigenen Haus bzw. Fahrzeug macht, sollte man zunächst einige Tonnen Schrott zusammenschweißen, um das richtige Gefühl zu bekommen. Brennt der Lichtbogen stabil, brennt die Naht tief genug ein und das Geräusch ähnelt entfernt an eine Fritteuse im Betrieb, dann können die ersten „echten“ Schweißversuche unternommen werden.

Kosten und Gerätschaften

Der Schutz ist generell der wichtigste Bestandteil des Schweißens. Eine Komplettausrüstung samt Helm, Schild und Handschuhen sowie Schlackehammer ist Pflicht. Hierbei sollte nicht auf Kosten der Gesundheit gespart werden. Hochwertige Schutzgasgeräte sollten einen Drehstromanschluss aufweisen. Einstiegsvarianten werden mit normalem Drehstrom oder Diesel betrieben.

Um dauerhaft arbeiten zu können, sollte auf dem Typenschild der Vermerk ED=100% vorhanden sein. Dies gibt Aufschluss über den Trafo und den Stromwert, der vom Gerät abgegeben wird. Billiggeräte liefern die Spitzenleistung nur einige Sekunden ab.

Weitere Utensilien sind die benötigten Gasflaschen. Wichtig dabei ist, dass für MIG- und MAG-Schweißen unterschiedliche Gasgemische zur Anwendung kommen. MIG benötigt (annähernd) reines Argon, wobei beim MAG-Verfahren ein Gemisch aus Argon und Kohlendioxid benötigt wird.

MIG- und MAG-Schweißen ist die beste Alternative für Anfänger

Alle Schweißverfahren sind spezielle Anwendungen und haben entsprechend Vor- und Nachteile. Allerdings kommen Einsteiger in der Regel mit dem MIG- und MAG-Verfahren am einfachsten zurecht, ohne dabei Unsummen investieren zu müssen.