Schreinerei

In vielen Ortschaften gibt es sie, im industriellen Sinne gibt es sie auch, ob das kleine örtliche Unternehmen oder die große Fabrik, die Schreinerei. Im Großen und Ganzen gibt es zwei Arten, zum einen die Möbelschreinerei und zum anderen die Bauschreinerei. Das Wort Schreinerei leitet sich von Schrein ab, das soviel wie Truhe, Sarg oder Schrank bedeutet. In einigen Bereichen Deutschlands sagt man anstatt Schreinerei auch Tischlerei, womit aber meist der Möbelschreiner gemeint ist. Beide Berufsbezeichnungen beziehen sich auf die Holzbearbeitung. Diese Berufe kristallisierten sich vor vielen Jahren aus dem Beruf des Zimmermanns heraus, der schon vor hunderten von Jahren einer der ersten handwerklichen Berufen war.
In der Möbelschreinerei, werden wie der Name schon sagt, Möbel hergestellt. Die Variationen kennen keine Grenzen, von Stühlen über Tische bis hin zu Regalen und Schränke ist alles denkbar. Viele dieser Unternehmen spezialisierten sich auch zum Treppenbau. Manche suchten ihr Fachgebiet in der Herstellung und Restauration von Antiquitäten oder im Trockenbau. Das handwerkliche Geschick der Mitarbeiter steht im Vordergrund, da die Produktion meist von Hand erledigt wird. In den meisten kleinen örtlichen Betrieben, bietet das Unternehmen einen Schlüsseldienst an, manche fungieren auch als Bestattungsunternehmen. Der Wort Herkunft nach erstellt eine Schreinerei eigene Särge. Kurz und knapp, das örtliche Unternehmen ist multifunktional, fast alle Tätigkeiten werden von einer Firma ausgeführt.
In der Industrie, geht es meist etwas anders zu. Die großen Unternehmen haben oft nur ein Fachgebiet, wie zum Beispiel den Messebau oder die Möbelherstellung. Dort wird mit großen Maschinen und komplexen Steuerungen gearbeitet. Wie die CNC Steuerung, bei der eine Maschine nach einem vorgegebenen Muster das Holz bearbeitet. So kann das Unternehmen in weniger Zeit weitaus größere Mengen an Möbeln kostengünstiger und effektiver produzieren. Die handwerklichen Fähigkeiten der Mitarbeiter sind in dieser Form demnach nicht so stark gefordert.
Der Bauschreiner hingegen hat ein völlig anderes Fachgebiet. Auf der Baustelle erstellt er Dachgauben, Haustüren, Fenster, Türen und Türrahmen, Holzböden, Wintergärten und vieles mehr. Die handwerklichen Fähigkeiten stehen hier wieder im Vordergrund, da der Bauschreiner alle Arbeiten die durchzuführen sind selbstständig planen und ausführen muss. Auch bei dieser Form der Schreinerei gehen die meisten Unternehmen in Fachrichtungen auf. Wie zum Beispiel Treppenbau, Innenausbau oder Fassaden. Die Herstellung von Dachstühlen oder Holzgartenhäusern gehört auch zum Bereich des Bauschreiners.
Alle Formen der Schreinerei oder auch Tischlerei haben eines gemeinsam, das Grundmaterial Holz so zu bearbeiten, dass es für den Menschen oder aber auch für Tiere nutzbar wird.