Handwerkliche Lehrstellen

Das Angebot an Bildungseinrichtungen wird langsam immer größer. Zwar wird das ganze oft durch hitzige Diskussionen, wie der Streit um eine gemeinsame Gesamtschule, also die Zusammenlegung von Hauptschule und Gymnasium, überschattet, aber dennoch vergrößert sich das Angebot in Österreich immer mehr. Natürlich ist aber damit nicht die Qualität der Institutionen oder zu der gerechte Zugang gemeint, denn dies muss extra bewertet werden. Feststeht auf jeden Fall, dass ein Kind heute nicht mehr den traditionellen Weg von Kindergarten, Volksschule, Hauptschule und dann eine Lehre einschlagen muss. Vielmehr ist die Lage heute soweit, dass der Großteil der Bevölkerung bereits die Matura besitzt und immer Leute können auch ein abgeschlossenes Studium ihr Eigen nennen.

Zwar mag sich ein Doktortitel in egal welcher Branche sehr gut anhören, aber ob man damit auch sofort einen gut bezahlten Job erhält ist eine andere Frage. Meist ist das Einstiegsgehalt so schlecht, dass man sich fragt, wieso man die vielen Jahre an harter Arbeit und Lernen auf sich genommen hat.
Obwohl heute immer weniger Jugendliche eine Lehre beginnen, sollte diese Möglichkeit trotzdem in Erwägung gezogen werden. Denn Handwerker oder Mechaniker ist ein Job, der einerseits nicht schlecht bezahl ist und auf der anderen Seite auch einen relativ sicheren Arbeitsplatz beinhaltet. Außerdem lernt man in derartigen Berufen viele praktische und auch im normalen Leben anwendbare Dinge, eben wie man einen Raum ausmalt oder die Abschlussleiten verlegt. Mit seinen Kenntnissen ist man oftmals auch bei Bekannten sehr gefragt und wird des Öfteren angesprochen, ob man nicht bei der Umgestaltung des Hauses mithelfen wolle.

Denn mit den eigenen Fachkenntnissen wie zum Beispiel im Bereich Inneneinrichtung hat man natürlich auch das richtige Gespür für Möbel und Einrichtungsgegenstände.
Zwar muss man bei Lehren aller Art anfangs eine mühsame Lehrzeit durchmachen, in denen auch ein paar Monate im Jahr noch die Schulbank gedrückt werden muss, aber im Endeffekt zahlen sich diese Strapazen doch aus.