Discounter kontra klassische Unternehmen

Der deutsche Mobilfunkmarkt war stets in sich geschlossen, denn es gab nur die wenigen großen Anbieter auf dem Markt, welche es jahrelang schafften neue Unternehmen vom Markt fernzuhalten. Doch diese Zeiten sind vorbei, denn es gab einen großen Ansturm durch eine Gruppe neuer Unternehmen, den Mobilfunkdiscountern. Es war den traditionellen Unternehmen nicht möglich diesen Ansturm abzuwehren, stattdessen hat man einen förmlichen Umbruch auf dem Markt erlebt. Doch auch wenn für uns die Entwicklung neu ist, ist Deutschland keine Ausnahmen, sondern eher ein Nachzügler. Denn in anderen Ländern ist der Mobilfunkmarkt schon längst umstrukturiert und die neue Art des Preiskampfes ist dort bereits Alltag.

Die Mobilfunkdiscounter werben mit extrem günstigen Verbindungspreisen und sehr wenigen und äußerst einfachen Tarifstrukturen. Was für den Kunden auf den ersten Blick verlockend scheint, hält jedoch oftmals einer näheren Prüfung kaum stand. Denn irgendwo muss ja gespart werden, um die Preise anbieten zu können und dass ist hier ganz klar am Service. Die Discounter sind nur über das Internetpräsent oder über kostenpflichtige Hotlines, einen persönlichen Ansprechpartner such man hier vergeblich. Auch die Verbindungspreise sind zumeist nur netzintern oder ins Festnetz günstig. Man müsste also schon mit allen Freunden wechseln, denn externe Mobilfunkverbindung treiben die Rechnung stark in die Höhe.

Die großen Mobilfunkanbieter haben ihre Tarife umstrukturiert und teilweise auch vereinfacht, setzen dabei aber weiterhin auf persönliche Ansprechpartner und einen guten Service. So erreicht E-plus aktuell eine gute Kundenbindung durch einen Tarif mit sehr günstigen Verbindungspreisen und auch minimierten SMS – Kosten. Vodafone punktet währenddessen mit einem großen Angebot an Flatrates.