Der Säulengrill

Alle Welt spricht von „Säulengrills“ und man bekommt schnell das Gefühl, dass diese Grillgeräte etwas ganz Besonderes sein müssen. Aber warum? Was macht einen Säulengrill so besonders?

Um diese Frage klären zu können, muss zuerst einmal geklärt werden, was ein Säulengrill eigentlich genau ist.
Ein Säulengrill wird als solcher bezeichnet, weil er die Form einer Säule hat. Ein breites Fußteil stützt das Gerät, der Grillkörper führt schmal nach oben und endet in der Grillpfanne, die meist noch etwas breiter als der Fuß des Gerätes ist.

Säulengrills haben schon von Natur aus eine hervorragende Stabilität, was natürlich als enormer Vorteil gegenüber Grills mit einzelnen Beinen gewertet werden kann.

Durch den engen Grillkörper können Säulengrills zudem ein physikalisches Gesetz für sich ausnutzen, den Kaminzugeffekt. Besonders die Firma Thüros wirbt extrem mit diesem Effekt – zu Recht, wie wir gleich sehen werden.
Der Kaminzugeffekt bedeutet, dass Luft durch eine Belüftungsklappe am unteren Ende des Grills, kurz über dem Fuß, eingesaugt und durch den engen Grillkörper beschleunigt und nach oben gezogen wird. Hier trifft die Luft dann auf die Kohlen und heizt die Glut an. Der Kaminzugeffekt wirkt für die Kohlen dabei quasi wie ein Fön, den man unter die Glut hält.

Um nun die Stärke des Kaminzugeffektes zu regulieren, kann man die Belüftungsklappe entweder öffnen oder eben weiter schließen – in aller Regel sind die Belüftungsklappen dafür stufenlos verstellbar.
Gilt es z.B. den Grill zu entzünden, kann die Belüftungsklappe komplett geöffnet und damit eine optimale Beatmung der Kohle gewährleistet werden, ist die Kohle aber dann durchgeglüht, kann die Klappe weiter geschlossen werden. Täte man das nicht, wäre die Kohle recht schnell komplett verglüht.

Mit einem Säulengrill ist es also möglich, physikalische Gesetze perfekt für sich zu nutzen – das ist auch der Grund, warum dieser Grilltyp so viele Menschen begeistert.