Jakobsweg
Der Jakobsweg besteht aus einem alten Wegenetz, das durch Europa führt. Es wurde im Mittelalter von Pilgern geschaffen, die nach Santiago de Compostela in Spanien wollten. In Santiago ruhen die sterblichen Überreste des heiligen Jakobus. Diesem Heiligen haben die Pilger ihre Fahrt gewidmet. Auch heute ist das Pilgern wieder zu einer Massenerscheinung geworden.
Viele Klöster, die am Jakobsweg ihren Sitz haben, haben den Wanderern der vergangenen Jahrhunderte Nahrung und Rast geboten. Das ist heute nicht anders. Dieses System der Klosterherbergen ist sogar noch ausgebaut worden. Viele Klöster bieten nicht nur eine Übernachtungsmöglichkeit an, sondern einen vollständigen Klosterurlaub. Man kann von ein paar Tagen bis zu mehreren Wochen im Kloster wohnen und leben und die Stille und Abgeschiedenheit genießen. Es ist ein Zurückfinden zu sich selbst.
Doch wieder zum Jakobsweg. Der Jakobsweg – man muss an sich von den Jakobswegen reden – wird jährlich von tausenden von Menschen bepilgert. Das Kernstück des Pfades führt von den Pyrenäen bis an die spanische Atlantikküste. Für diese Strecke benötigt ein durchschnittlicher Wanderer etwa einen Monat, wenn er gut zu Fuß ist. Die Wanderung ist technisch nicht schwierig, jedoch körperlich anstrengend. Man muss einen vollen Rucksack bei sich führen, in dem die notwendigen Ausrüstungsgegenstände untergebracht sind, damit die Jakobstour ein Erfolg wird: Regenjacke, Mütze, Handschuhe, Wasserflasche, Karten, Kleidung, Brotzeit und und und. Viele Pilger haben auch einen Pilgerstab und einen Pilgerausweis, in dem sie sich die Tagesetappen eintragen lassen. In Santiago erhalten sie dann die begehrte Pilgerurkunde.
