Mönch – eine kulturelle Erscheinung

Der Begriff Mönch stammt aus der griechischen Sprache und ist zurückzuführen auf das griechische „monos“, was so viel wie „alleine“ bedeutet. Dies bezieht sich jedoch nicht, wie oft vermutet auf „alleine leben“, sondern auf ein „alleiniges auf Gott orientiertes Leben“.
Ein Mönch ist ein männliches Mitglied einer Religion. Er lebt in Askese und stellt sich lebenslange oder zeitlich begrenzt in den Dienste seines Glaubens. Dabei ist das Ziel eines Mönches die Vereinigung mit seiner Gottheit oder im Buddhismus das Erreichen von göttlichen Erfahrungen, die über den sonstigen Geisteszustand des Menschen hinaus gehen. Um in diesen Zustand zu gelangen, können Meditation, Gebete, Kasteiung, aber auch Kampftechniken benutzt werden.
Mönche leben entweder allein oder in Gemeinschaften, so zum Beispiel die Benediktiner Mönche in ihren Klostern. Lebens sie alleine, können sie nahe an anderen Menschen wohnen, oder aber in völliger Wildnis, in Wüsten oder Wäldern. Ein Beispiel für einsam lebende Mönche sind die buddhistischen Mönche Tibets. Sie gehen soweit, dass sie sich in Höhlen einschließen lassen und lediglich zum Erhalt von Nahrung mit der Außenwelt in Kontakt treten.
Aber auch Benediktiner Mönche führen ein Leben in Enthaltsamkeit. Sie müssen sich von weltlichen Dingen wie Besitz, Macht oder *** abwenden und sich zu Gott hinwenden, sowie Nächstenliebe verbreiten.
Damit die Hinwendung zu Gott nicht in einer übertriebenen Hinwendung zu sich selbst endet, welche sogar zu Depressionen und Persönlichkeitsgefährdung führen kann, haben christliche Mönche ein Programm entwickelt, indem Gebete durch Arbeit ergänzt werden. Darüber hinaus dient die Arbeit noch zwei weiteren Zwecken. Sie bündelt die Gedanken beim Gebet und der Lebensunterhalt kann selbst verdient werden.
Einige buddhistischen Mönchs-Schulen, verbieten ihren Mönchen allerdings die Arbeit. Auch das aktive Betteln lehnen sie ab. Die Mönche dürfen nur etwas annehmen, wenn man es ihnen freiwillig anbietet. Gibt man ihnen etwas, so verbessert man dadurch sein Karma. Der gläubige Spender ist derjenige, der dankbar dafür ist, dass die Mönche seine Gabe annehmen.