Der Seitensprung in der Mythologie

Zählt man Seitensprünge aus früheren Zeiten auf, so muss man ganz, ganz früh beginnen. Die Griechen haben ihre Götter zwar nie kennen gelernt, aber begonnen hat die Sache mit dem Seitensprung mit den griechischen Göttern. Denn der Überlieferung zu Folge hat Göttervater Zeus nicht nur zahlreich Göttinnen beglückt, sondern auch Halbgöttinnen und auch Sterbliche. Die Mutter von Herkules war eine Sterbliche. Die Rache von Göttergattin Hera war ihm dabei gewiss. Ein weiterer Held de Mythologie, der alles andere als treu seiner Gattin gegenüber war Odysseus, der Held von Troja. Bei einem Seitensprung zeugte dieser der Legende nach sogar einen Sohn mit der Circe.

Auch die griechische Göttin Aphrodíte hatte der Mythologie zu Folge eine Reihe von Seitensprüngen. Es ist dabei sogar so, dass Aphrodíte die Namensgeberin für den Begriff Aphrodisiakum ist. Aphrodíte ist dabei die Göttin der Liebe, der Schönhit und der sexuellen Begierde. Aber wenn verwundert es bei dieser Ahnentafel, denn auch Aphrodíte selbst ist – je nach Mythos – entweder die Tochter von Uranos (dabei ohne Mutter), oder aber von Dione und Zeus. Was für Sitten der Mythologie danach innerhalb dieser Familie herrschten, erkennt man daran, dass Kronos, der Sohn des Uranos seinem Vater die Genitalien abgeschnitten haben soll, und diese ins Meer geworfen hatte. Der Schaum, der daraus entstand – ein Gemisch aus Meerwasser und Samen – entstand Aphrodite. Sie selbst ist die Mutter von Eros, der ebenfalls aus einem Seitensprung entstand.

Der Seitensprung, aber auch ein Wust aus Verrat, Intrigen und Inzucht bestimmten dabei die Geschichten rund um di griechischen Götter.