Manu Chao
Manu Chao, der mit vollem bürgerlichem Namen eigentlich Jose-Manuel Thomas Arthur Chao heißt, wurde 1961 in Paris geboren. Sowohl sein galizischer Vater als auch seine baskische Mutter haben in früher Jugend erheblichen Einfluss auf die musikalische und kulturelle Bildung Manu Chaos gehabt. In seinem Elternhaus gingen regelmäßig europäische und lateinamerikanische Intellektuelle ein und aus und nach anfänglichem Klavierunterricht mit seinem Bruder Antoine Chao entschied sich Manu für die Gitarre.
Als politischer Flüchtling vor dem spanischen Franco-Regime trat er zu Anfang seiner Karriere mit seinem Bruder und weiteren Exilspaniern in den Randbezirken von Paris auf. Das Liedgut der Band „Mano Negra“ galt von Anfang an als kommunistisch und revolutionär, wobei Manu sich politisch noch nicht engagierte. Nach anfänglichen Projekten mit französischen Künstlern in Europa setzte mit dem „Zug aus Eis und Feuer“ in Bolivien die lateinamerikanische Prägung des Künstlers ein. Dieses rollende Festival künstlerischer und musikalischer Höhepunkte war Grundlage für ein mehrfach übersetztes, gleichnamiges Buch allerdings auch das Ende der Band „Mano Negra“.
Nach einer längeren Pause bringt Manu Chao allerdings dann das mit Platin ausgezeichnete Album „Clandestino“ heraus und drei Jahre später folgt das Album „Proxima Estacion: Esperanza“, das die bekannten Lieder „Me gustas tu“, „Mi Vida“ und „Bongo Bong“ enthalten sollte. Jüngste Projekte enthalten immer mehr südamerikanische Einflüsse und neben seinen eigentlichen Wohnsitzen in Barcelona und Marseille sucht er stets den Kontakt zu afrikanischen und lateinamerikanischen Künstlern.
Die verwendeten Sprachen sind hierbei genau so vielfältig wie die interpretieren Musikstile. Auf Französisch, Arabisch, Spanisch und Galicisch singt er zu Klängen, die sich noch am ehesten in Richtung Ska, Reggea, Chanson und dem algerischen Rai zuordnen lassen. Seine politische Richtung hat sich stark in die der Globalisierungsgegner bewegt, allerdings appelliert Manu Chao eher an jeden Einzelnen etwas zu verändern als einfach nur das System anzugreifen. Diese vermeintlich friedvolle Einstellung wird von seinen ehemaligen Bandkollegen als Anpassung gedeutet und ebenso in ihren Liedern akkreditiert.
Festzuhalten ist, dass Manu Chao einer der musikalischsten Weltenbürger unserer Zeit ist und mit seinen Liedern die Völkerverständigung unter unter Immigranten erheblich beeinflusst hat.

Oh ja, und ich habe in einst in Wiesen gesehen, wo er über 2einhalb Stunden ein Konzert gegeben hat und weitere 4-5 mit seinen Musikern eine Jamsession hingelegt hat…war einfach unglaublich!