Mobbing am Arbeitsplatz

Mobbing am Arbeitsplatz hat schon so manchen Menschen dazu getrieben, seinen Arbeitsvertrag zu kündigen und dabei auf Abfindungen zu verzichten und sich womöglich noch eine Sperre beim Arbeitslosengeld einzuhandeln, weil er auf Grund des ständigen Mobbings am Ende seiner physischen und psychischen Kräfte war.

Von Mobbing geht man in der Rechtssprechung aus, wenn in dem schädigenden Verhalten ein System erkennbar ist. Das heißt, wenn sich die Kollegen verbünden um zum Beispiel ständig die rothaarige Sekretärin niederzumachen oder Herrn Mustermann wegen seines außergewöhnlichen Glaubens jeden Tag aufs Neue anzugreifen.

Zu Mobbing Prävention gehört es da auch, sich rechtzeitig gegen solcherart Übergriffe zur Wehr zu setzen, indem man seinen Standpunkt klar darlegt und den Kollegen oder Vorgesetzten unter Zeugen klar macht, dass man nicht gewillt ist, sich ein solches Verhalten gefallen zu lassen.

Hilft das nicht, muss man den Gang zum Chef antreten und möglichst jemanden mitnehmen, der bereit ist, den Mobbingverdacht zu bestätigen. Ist der Chef der Täter, sollte man sich an die Arbeitnehmervertretung des Unternehmens wenden, oder (wo es diese nicht gibt) sich an den Vorgesetzten des Chefs wenden.

Wenn von den Angesprochenen jemand die Hilfe verweigert, sollte man ihm höflich klar machen, dass § 257 Strafgesetzbuch auch Strafen für diejenigen vorsieht, die die Ausübung einer Straftat dulden. Mobbing als solches wird nicht als Straftatsbestand verfolgt, jedoch können die einzelnen schädigenden Handlungen als Straftat behandelt und zur Anzeige gebracht werden. Dazu zählen zum Beispiel Beleidigung und üble Nachrede. Bevor man einen solchen Schritt geht, sollte man sich gut überlegen, welche Folgen das für die weitere Entwicklung des Arbeitsklimas haben kann.