Radiologe

Der Radiologe ist ein Arzt, der sich auf die Durchführung und Auswertung von bildgebenden Verfahren in der Medizin und deren Bildern spezialisiert hat. Zur Radiologie gehören Röntgenbild-Aufnahmen, Computertomographie (CT), Sonographie und Magnetresonanztomographie (MRT). Um sich in Deutschland Radiologe nenne zu dürfen, bedarf es nach einem abgeschlossenen Medizinstudium einer fünfjährigen Weiterbildung in dem Fachbereich.

Bei der Radiographie, das klassische Röntgen, beschäftigt sich der Radiologe mit einer 2-dimensionalen Aufnahme des zu untersuchenden Körperteils für die diagnostische Analyse wie es zum Beispiel bei Knochenbrüchen üblich ist. Zur Erzeugung des Kontrastbilds werden Röntgenstrahlen, eine hochenergetische, elektromagnetische Strahlung, verwendet. Wegen der Schädlichkeit dieser Strahlung ist kompetente Handhabung der Technik und ein umsichtiges Vorgehen bezüglich der Sicherheit von dem Radiologen zu gewährleisten.

Die Computertomographie ist die Weiterentwicklung zur Röntgenaufnahme, da bei diesem Verfahren mehrere aufgenommene Schnittbilder mittels spezieller Computersoftware zu einem 3-dimensionalen Bild zusammengesetzt werden. Der Vorteil ist eine wirklichkeitsgetreue Abbildung, aus der der Radiologe bessere Diagnosen erstellen kann.

Die Sonographie, auch Ultraschalluntersuchung genannt, ist wohl vor allem aus den Schwangerschaftsuntersuchungen für werdende Mütter jedermann bekannt. Der Vorteil bei dieser Methode ist die Verwendung der unschädlichen Schallwellen, weswegen auch andere Mediziner dieses Verfahren gebrauchen.

Die Magnetresonanztomographie wird zur Abbildung von Weichteilen wie z.B. Organe benutz und beruht auf sehr starke Magnetfelder und hochfrequente Ströme. So werden die in diesen Feldern befindlichen Atome angeregt und selbst elektromagnetische Wellen mit einem Frequenzbereich zwischen Kurzwelle (KW) und Ultrakurzwelle (UKW).

Aufgrund der unterschiedlichen Relaxationszeiten der verschiedenen Gewebearten entsteht ein Kontrastbild. Vorteil ist auch hier, dass die schädliche Röntgenstrahlung nicht zum Einsatz kommt.

 Julia Weise-Holtgräwe

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