Gegen Fresssucht helfen keine Diäten

Esssucht-Therapie

Hilfe gegen Fresssucht

 

Fresssucht, manchmal politisch korrekt auch ‘Esssucht’ oder ‘Fettsucht’ genannt, ist eine Essstörung. Neben Fresssucht gehören auch Binge Eating, Bulimie und Magersucht zu den häufigsten Essstörungen. Binge Eating wird manchmal auch als Unterart von Fresssucht angesehen. Dabei werden in sehr kurzen Zeiträumen, z.B. innerhalb einer Stunde, 10.000 Kalorien und mehr zu sich genommen. Häufig folgt diesen Attacken dann eine recht lange Zeit der normalen Nahrungsaufnahme, z.B. mehrere Tage oder auch Wochen lang. Bei Fresssucht allgemein erfolgt die zu hohe Kalorienzufuhr gleichmässiger, ohne solch starke Schwankungen.

All diesen Essstörungen gemein ist, dass Essen nicht zur Sättigung dient, sondern als Droge. Man isst (oder isst nicht), um bestimmte Gefühle zu erzeugen, um Kontrolle auszuüben, um zu protestieren, oder weil man verzweifelt ist, um nur einige Gründe zu nennen. Führt man sich diese Zusammenhänge vor Augen, wird schnell klar, dass Diäten dann auch nicht der richtige Weg sein können, eine Fresssucht zu bekämpfen. Schlimmer noch: da Diäten im Zusammenhang mit einer Essstörung nicht helfen können, führen sie sogar zu negativen Konsequenzen.

Gescheiterte Diäten bewirken bei Fresssüchtigen nur noch mehr negative Gefühle. Wenn man sich schon schämt und sich schuldig und schlecht vorkommt, wird das durch eine weitere gescheiterte Diät noch verstärkt. Man beginnt die Diät mit grossen Hoffnungen, zumal in der Zeitschrift oder im Internet auch noch steht, wie einfach sie durchzuführen sei, man hält sie eine Weile durch und scheitert dann. Es kommt einen Fresssüchtigen dann so vor, dass nicht nur die Diät gescheitert ist, sondern man selbst – wieder einmal. Man ist unfähig und bekommt nichts zustande.

Leider sind aber gerade Diäten genau das, was Fresssüchtige am häufigsten versuchen, um von ihrer Sucht loszukommen. Was sie stattdessen bräuchten, wäre psychotherapeutische Unterstützung. Man kommt am wirksamsten von einer Fresssucht weg, wenn man erst einmal versteht, warum man überhaupt mit dem exzessiven Essen begonnen hat. Man muss meist Erlebnisse aus der Jugend oder sogar aus der Kindheit aufarbeiten. Ebenso wichtig ist es, die alltäglichen Auslöser der Heisshungerattacken zu verstehen und anders damit umzugehen. Im Rahmen der sogenannten kognitiven Verhaltenstherapie lernen Fresssüchtige andere Denk- und Verhaltensschemata, d.h. Sie lernen, andere Strategien als Essen anzuwenden, um mit ihren Problemen umzugehen.

Je nach Ausprägung der Fresssucht kann man mit einer Behandlung nach vier bis zwölf Wochen schon grosse Fortschritte sehen. Es gibt eine Vielzahl von auf Sucht spezialisierten Therapeuten. Betroffene sollten sich aus den eingangs erwähnten Gründen hingegen nicht an Ernährungsberater wenden. Sehr hilfreich können auch Selbsthilfegruppen und Selbsthilfeprogramme sein. Mit Selbsthilfeprogrammen kann man meist anonym bleiben und auch sofort mit der Behandlung starten – im Normalfall von zuhause aus. Gute Selbsthilfeprogramme bieten auch auf Wunsch persönliche Beratung per Email an, was dann ein individuelles Coaching ermöglicht. Mehr Informationen findet man auf http://lavario.de/befreien-sie-sich-mit-personlicher-beratung-von-ihrer-fresssucht.

Autor: Frank Lavario, Geschäftsführer von Lavario Ltda., Rua dos Ilheus 46, 88010 Florianopolis, Brasilien, Tel: 005548-37337548, http://www.lavario.de/fresssucht