Abbruch von Aids Impfstoff Tests

Da Pharmaunternehmen Merck stellt die Erprobung eines Impfstoffes gegen das HI-Virus ein. Die Wirksamkeit des Impfstoffs, der als vielversprechend galt, sei ineffizient und somit die Testreihe zum Scheitern verurteilt. Große Enttäuschung macht sich bei den HIV-infizierten Menschen nach diesem Urteil breit.

Während seiner Entwicklung des Impfstoffs mit der Bezeichnung V520 zeigte sich das US-amerikanische Pharamunternehmen optimistisch. Das Medikamt wurde seit gut einem Jahrzehnt getestet. Nun empfielt Merck, den Impfstoff nicht mehr zu verabreichen, da eine vorläufige Effizienzanalyse gezeigt habe, dass die Impfung nicht vor der Ansteckung mit HI-Viren schütze. Man testete in Krankenhäusern in Afrika, USA, Australien, Peru, Brasilien und Puerto Rico. Es haben sich von den 741 geimpften Probanden 24 infiziert. In der Vergleichsgruppe, die ein Placebo verabreicht bekommen haben, infizierten sich 21 Menschen. Für die Probanden sei aber das Medikament ungefährlich gewesen und hätte keinerlei Auswirkung auf ihre Gesundheit gehabt.

Das Unternehmen sei genauso enttäuscht wie die Forscher und die Betroffenen, sagte Merck-Forschungsdirektor Peter Kim. Man werde aber die Forschung auf diesem Gebiet fortsetzen.

Besonders in Südafrika ist die Enttäuschung groß. Allein dort sind 5,5 Millionen Menschen mit HIV infiziert, laut UN-Schätzungen waren es im vergangenen Jahr rund 18 Prozent der Bevölkerung. In Südafrika werden momentan noch zwei weitere Impfstoffe gegen HIV getestet.

Laut einem Bericht des AIDS-Koordinierungsprogramms der Vereinten Nationen haben sich weltweit im vergangenen Jahr 4,3 Millionen Menschen mit HIV infiziert. Von Immunschwächekrankheit waren 2006 somit insgesamt 39,5 Millionen Menschen betroffen, es starben an der Krankheit 2,9 Millionen Menschen. Ob man je einen wirksamen Impfstoff gegen das Virus haben werde, ist ungewiss, da das stark wandlungsfähige HI-Virus eine schwierige Herausforderung ist.