Hormontherapie beim Mann

Gibt es Wechseljahre auch beim „starken“ Geschlecht? Über dieses Thema wird viel diskutiert. Für die Hormonumstellung beim Mann in der Lebensmitte gibt es verschieden Begriffe wie Klimakterium virile, Andropause oder ADAM (Adrogen Decline in the Aging Male, d.h. übersetzt Androgenrückgang beim alternden Mann). 

Die Beschwerden beim alternden Mann ähneln die der Frau in den Wechseljahren. So kann es bei zu niedrigen Hormonwerten beim Mann zu Hitzewallungen, Leistungsverlust, Konzentrationsmangel, Stimmungsschwankungen, Nachlassen der Muskelkraft, Gewichtszunahme und Schlafstörungen kommen. Und auch, was den Mann oft besonders trifft, zu Libido- und Potenzstörungen. 

Zu Beginn einer Hormontherapie sollen neben den oben genannten klinischen Symptomen auch noch andere Voraussetzungen erfüllt sein. So soll anhand von Blutuntersuchungen ein laborchemischer Mangel eines jeweiligen Hormons bewiesen sein. Hormontherapien bergen ein erhöhtes Krebsrisiko, ein Prostatakrebs muss durch einen Urologen ausgeschlossen sein. 

Ein Testosteronmangel wird meist mit 2-3 wöchigen Testosteroninjektionen am erfolgreichsten behandelt. Leichtere Testosteronmangelzustände können auch mit Hormonpflastern oder Hormontabletten therapiert werden. Eine weitere Behandlungsmöglichkeit ist ein Hormon-Gel, das täglich auf die Haut von Schulter, Oberarmen oder dem Bauch eingerieben wird.
  

Ein DHEA-Mangel kann durch aus USA importierte DHEA-Präparate verschiedener Hersteller angegangen werden. DHEA ist ein wichtiges körpereigenes Hormon und die Abkürzung für „Dehydroepiandrosteron“. Außerdem gibt es noch die Möglichkeit eine Einnahme oder Injektionen des Wachstumshormon STH (Somatotropes Hormon), das eingesetzt wird wenn im Blut ein deutlich erniedrigter IGF-1-Spiegel sowie ein deutliches Nachlassen der Muskelkraft und körperlichen Leistungsfähigkeit vorhanden ist. 

Hormontherapien sind mit Vorsicht zu genießen und sie sollten immer nur unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt werden. Die Abwägung möglicher Vor- und Nachteile, individuelle Dosierung sowie Überwachung und Vorsorge durch einen Arzt ist wegen einem erhöhten Krebsrisiko zwingend notwendig.  

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