Verschiedene Methoden der Haarverpflanzung

Die Punch- oder auch Stanztechnikmethode ist die älteste Methode der Haarverpflanzung. Mit 4 mm Zylindern verpflanzte Dr. Okuda behaarte Hautteile. Die MMG Mini/Micrografts ist in Deutschland häufig anzutreffen. Aus dem meist noch vorhandenen Haarkranz werden Streifen entnommen, in mittlere und kleinere Hautteile mit Haarwurzeln zergliedert. Die Behandlung erfolgt meist unter örtlicher Betäubung und kann zwischen 3 und 10 Stunden andauern. Die größte Zeit ist für die Vorbereitung der Transplantate notwendig. Diese müssen aufwendig unter dem Mikroskop einzeln vorbereitet werden. Diese Methode ist eine Weiterentwicklung der MMG-Methode. Es wird zwar auch ein behaarter Hautstreifen direkt aus dem Haarkranz entnommen, jedoch werden die natürlichen Bündelungen des Haares unter einem hoch auflösenden Mikroskop zergliedert. Diese Einheiten, auch Follicular Unit (FU) genannt, werden anschließend in die vorbereiteten Gebiete eingesetzt. Die FUE-Methode ist momentan die modernste Technik der Eigenhaarverpflanzung. Mit der Zeit haben die Ärzte und Wissenschaftler entdeckt, dass die Haare nicht einzeln, sondern in natürlichen Bündelungen wachsen. Diese Bündellungen enthalten in der Regel zwischen 1 und 4 Haare. Die einzelnen Bündelungen (folikulare Einheiten (FUs)) werden aus dem Haarkranzbereich entnommen (Dies geschieht oftmals mit einer Hohlnadel) und in die nötigen Bereiche eingepflanzt. Der Vorteil bei dieser Methode: die Ärzte können sogar Körperhaare transplantieren. Der Preis ist erhöht, da die Entnahme der Bündel oftmals mit einem großen Zeitaufwand verbunden ist.  Welche Methode geeignet ist, sollte vorab mit einem Facharzt besprochen werden, da die Haartransplantation bzw. Eigenhaarverpflanzung in der Regel nicht rückgängig gemacht werden kann. Weitere Informationen über die Haartransplantation gibt es beispielsweise auch direkt im Internet auf diversen Webseiten bzw. Haarcommunitys.

M.Winter – mwinter[@]skorbmedia.de