Corsagen werden wieder beliebt

Der Begriff Corsage leitet sich von dem altfranzösichen Begriff cors für Körper ab und wird im Deutschen als Korsett bezeichnet. Eine Dessous Corsage ist ein eng anliegendes Kleidungsstück, welches den Körper in eine bestimmte Form lenken soll. Da die gewünschte Form des Körpers je nach Epoche schwankte, so gibt es auch unterschiedliche Ausformungen der Corsage.
Das älteste gefundene Korsett wurde in der Gruft der Eleonora di Toledo gefunden die im Jahr 1562 verstarb.

Das Korsett wird aus sehr festem Stoff gefertigt, unterstützende Wirkung erfährt es zusätzlich durch eingearbeitete Stäbe. Früher bestanden diese aus Rohr oder aus Wahlfischknochen. Heute werden dazu moderne Kunststoffe verwandt, die der Trägerin den Vorteil bieten, dass sie mehr mit der Bewegung gehen als ihre Steifen Vorgänger.

Seit Mitte der 20 er Jahre wird das Korsett nur noch zu erotischen Zwecken oder als Unterbekleidung von historischen Kostümen verwandt. Die moderne Unterwäsche die überaus gute Stützende Eigenschaften hat, machte es für den täglichen Gebrauch unnötig.
Im Laufe der 90 er Jahre wurde das Korsett zusehends gesellschaftsfähig. Vor allem in der Musikszene avancierte es zum Kultobjekt, und nachdem es Madonna in einem Video trug war, es über Nacht wieder unglaublich populär. Dies ist auch bekannten Modeschöpfern wie etwa Jean Paul Gaultier zu verdanken, welcher es in zahlreichen Kollektionen zum Thema machte.

Heute ist das Korsett, als modisches Kleidungsstück nicht mehr wegzudenken. Dabei wird es nicht immer unter der Kleidung versteckt. Es ist durchaus schick geworden, es über einer Bluse oder einem Oberteil zu tragen. Extra für diesen Zweck gibt es Korsagen, die nicht ganz so steif sind. Diese weniger engen und elastischeren Korsetts werden auch Corselet genannt.