Birkenstock Schuhe

Das Familienunternehmen Birkenstock, das die gleichnamige, weltbekannte Schuhmarke produziert, hat in den letzten Jahrzehnten einen enormen Aufstieg erfahren. In Fachkreisen gilt die Birkenstock Orthopädie GmbH & Co. KG heute als der viertgrößte Schuhhersteller weltweit. Niederlassungen der Firma Birkenstock sowie hochmoderne Produktionsanlagen finden sich in der ganzen Welt. Daneben hat die Firma auch mehrere Lizenznehmer, nämlich die eigenständigen Schuhfirmen Birki, Alpro, Betula, Footprint und Tatami. Diese sind allesamt im Besitz der drei Söhne Karl Birkenstocks und nutzen zum Teil das Know-how von Birkenstock. Dieses manifestiert sich bekanntlich vor allem in den ausgeformten und anpassungsfähigen Fußbetten. Auch die Lizenznehmer haben die Erlaubnis für ihre Produkte mit der Aufschrift „Original Birkenstock Fußbett“ oder auch „licensed by Birkenstock“ zu werben. Die Schuhe sind – nicht nur in der deutschen Gesellschaft – spätestens seit den Achtziger Jahren sehr beliebt. Durch ihre gleichförmige und weitflächige Druckverteilung sowie die Nachgiebigkeit und Flexibilität des gesamten Schuhbodens, die durch den Lederüberzug des Fußbetts noch unterstützt wird, schaffen Birkenstock Schuhe ein besonders angenehmes Tragegefühl. Deshalb sind sie vor allem auch beliebt bei Personen, die beruflich viel stehen müssen, darunter Angestellte in Arztpraxen, Krankenhäusern und im Pflegebereich allgemein. Elegant sind Birkenstock Schuhe eher nicht. Ein Grund dafür ist die breite, anatomisch angepasste und somit gerundete Schuhspitze. Nur wenige Leute tragen Birkenstock deshalb in Öffentlichkeit. In den eigenen vier Wänden jedoch haben viele mindestens ein Paar stehen. Hin und wieder werden mit Birkenstock solche Personen assoziiert, denen ihre persönliche Gesundheit und Bequemlichkeit wichtiger ist, als ihr äußeres Erscheinungsbild – sie werden deshalb manchmal als Ökos abgestempelt. Doch prominente Birkenstock Träger wie Madonna, Heidi Klum oder Tom Cruise werteten die Sandale wieder zum Modeartikel auf, mit dem man sich auch in der Öffentlichkeit zeigen kann. Innovative Designs und abwechslungsreiche Muster taten dafür ihr Übriges.

Der entscheidende „Clue“ eines Birkenstocks ist in jedem Fall sein Korkfußbett. Es wurde bis in die 1990er Jahre in drei verschiedenen Weiten angefertigt. Heute ist es in zwei Weiten erhältlich. Zudem ist es dreidimensional modelliert und mit Rauleder überzogen. Eben diese Eigenschaften haben ihm den Ruf verschafft, für den Fuß gesund zu sein. Denn man nimmt an, dass der Fuß geschont wird, wenn der Schuh ausreichend Freiraum bietet – und nicht beispielsweise die Zehen einquetscht. Durch das ergonomisch geformte Fußbett wird der Fuß gleichmäßige unterstützt und so die Füße als Ganzes geschont. Einig ist man sich in Fachkreisen heute, dass der Freiraum der Zehen ein wichtiger Aspekt für die Gesundheit der Füße ist. Auch die ausgeformte Fersenaufnahme wird vielfach positiv beurteilt. Denn sie trägt dazu bei, dass der Fuß gut im Schuh sitzt, und beugt so punktuellen Druckverteilungen vor.

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