Bekleidungsstoffe

Die Industrie für Bekleidungsstoffe ist einer der größten Industriezweige weltweit. Der deutsche Begriff Stoff geht auf altfranzösische Wurzeln zurück. Estoffe heißt so viel wie Gewebe. Stoffe bestehen aus Textilfasen wie z.B. Baumwolle, Elastan oder Polyamid. Nur ein sehr geringer Anteil der in Westeuropa hergestellten Bekleidungsstoffe werden auch dort hergestellt. Baumwolle, welche die beliebteste Faser in der modernen Textilindustrie ist, wir 80 % in Usbekistan angepflanzt und geerntet. Von dort aus gelangen die Stoffe u.a. nach Indien, Malaysia, Südkorea, Taiwan, Vietnam oder China, wo sie gesponnen werden. Häufig wird dieses Zwischenprodukt auf großen Ballen gewickelt, in die Türkei geschickt, wo die Faden gesponnen werden. Eines der wichtigsten Zwischenstufen für die Bekleidungsstoffe erfahren die gewobenen Fasern in Frankreich. 85 % aller in Westeuropa verkauften Stoffe werden dort gefärbt, häufig mit Farben aus Fernost. Die Stoffe werden dann in verschiedene Länder geschickt, wo sie entweder als Rohware verkauft werden, oder weiterverarbeitet werden. Die Länder, in denen beispielsweise ein T-Shirt als Endprodukt gefertigt wird, diese Länderwerden auf den Etiketten verzeichnet. Made in Poland beispielsweise heißt, dass das Produkt dort genäht wurde. Das komplette Zusammenspiel der internationalen Arbeitsteilung zu deklarieren wäre allerdings auch etwas zu kompliziert für den Händler. Diese Form der Verarbeitung ist wichtig, um stets schnell und flexibel, trotzdem aber zu erschwinglichen Preisen auf dem Markt tätig zu sein. Es gibt künstlich hergestellte Stoffe und Naturstoffe, die sich in pflanzliche und tierische Faserarten unterteilen. Tierische Faserarten sind z.B. Schafwolle, Angorakaninchenwolle, Echtseide von Seidenraupen. Die pflanzliche Alternative ist u.a. Leinen, Hanf, Flachs und Baumwolle. Stoffe kann man sich wenn man welche benötigt im Großhandel Stoffe kaufen.