SATINBÄNDER – GLÄNZEND UND VIELSEITIG

3_DE_50__ms2.rvf_2

Wenn man ein neues Nähprojekt plant oder etwas basteln will oder ein Kleidungsstück verändert werden soll, braucht man Bänder. Von dekorativem Schnickschnack bis zur eleganten Garderobe werden sie benötigt.

Satinbänder zum Beispiel haben meist zwei Seiten, eine matte Unterseite und eine glänzende Oberseite, die allerdings sehr empfindlich sein kann. Die Oberfläche raut sich leicht auf, wenn sie grob angefasst wird, und sie kann auch Fäden ziehen. Das hängt mit der Atlasbindung zusammen, in der Satin gewebt wird: die Schussfäden überkreuzen mehr als einen Kettfaden und liegen deshalb lockerer auf der Oberseite. Durch Abnutzung oder unsachgemässe Behandlung kann ein neues Werkstück schnell alt und abgenutzt aussehen. Aber an Kleidungsstücken und Dekorationen, die pfleglich behandelt werden und nicht ständigen Manipulationen ausgesetzt sind, setzen Satinbänder glänzende Akzente. Für selbstgenähtes Kinderspielzeug gibt es andere Möglichkeiten.

Satinbänder sind glatt, meist auch noch appretiert, was ihren Glanz erhöht, und rutschen deshalb leicht. Das muss man beim Nähen in Betracht ziehen. Stecknadeln können helfen. Bitte an einer unauffälligen Stelle probieren, ob eine Stecknadel in dem betreffenden Band sichtbare Löcher hinterlässt. Es gibt auch Heftspray. Sparsam und nur punktuell verwendet, hält er das Band an Ort und Stelle, so dass es in aller Ruhe mit der Nähmaschine oder mit Nadel und Faden endgültig fixiert werden kann.

Satinbänder stechen von den meisten Stoffen, mit denen sie kombiniert werden, schon durch ihren Glanz ab. Dieser Glanz ist vom Lichteinfall abhängig. Das heisst, er verändert sich je nachdem, wie man das Band hält. Zusätzlich können mit farblich harmonierenden Bändern auffällige Akzente gesetzt werden, je nach Geschmack – und manchmal Wagemut – des Trägers.

Satinbänder sind aus Dekoration und Floristik nicht wegzudenken. Fleissige Bastler verzieren damit Kästen, Bilderrahmen, Spielzeug, oder benutzen einfache Schleifen für ungewöhnliche Effekte. Satinbänder haben glatte Kanten, entweder echte Webkanten, wenn sie auf einem Bandwebstuhl hergestellt wurden, oder Schnittkanten, die durch Heiss- oder Ultraschall nicht fransen. Säumen oder Versäubern ist also nicht notwendig. Das macht das Verarbeiten sehr einfach, sozusagen kinderleicht. Eine Bastelarbeit mit Bändern kann Kinder stundenlang bei Laune halten und beschert ihnen noch ein Erfolgserlebnis.

Ein Blumenstrauss wird durch ein Satinband nicht nur zusammengehalten, sondern auch eindrucksvoll verändert. Ein geschickter Florist kann mit wenig Aufwand einen Strauss völlig verändern, eine Farbe besonders hervorstechen, eine Form betonen, und das ganze Gebinde wird ein Kunstwerk. Zum Glück gibt es Satinbänder auch für diesen Zweck in einer riesigen Farbvielfalt und in verschiedenen Breiten.

Es ist eine gute Idee, einen Vorrat dieser edel aussehenden Bänder im Nähkasten zu haben.

baender-laden Logo