Muttertagsgedichte: Etwas besonderes an einem besonderen Tag
Patrik Berger
Wahrscheinlich lernt jedes Kind im Laufe der eigenen Schullaufbahn so einige Gedichte auswendig. Egal ob der Zauberlehrling, der Erlkönig oder andere Gedichte, jeder kennt es, wenn man stundenlang vor mehreren Zeilen hockt, die einfach nicht im Gedächtnis bleiben wollen. Bei den meisten Schülern ist das Lernen der Gedichte deswegen nicht gerade das schönste am Schulalltag, da es einiges abverlangt. Natürlich gibt es einige Schüler, die die Gedichte sehr schnell und leicht auswendig lernen, vielen anderen Schülern geht es dabei aber ganz anders.
Doch jedes Jahr lernen dutzende von Kindern freiweillig teilweise auch lange und komplizierte Gedichte auswendig! Dabei handelt es sich aber um ganz besondere, nämlich um Muttertagsgedichte. Diese sollten zeigen, wie viel die Mutter Jahr für Jahr für die Kinder und auch den Rest der Familie gibt. Egal ob sie arbeitstüchtig ist, oder den ganzen Tag zu Hause den Haushalt schmeißt und sich um die Kinder kümmert. Die Mutter ist für jedes Kind was besonderes. Sie umsorgt die Kinder wenn sie klein oder krank sind. In den Teenagerjahren ist sie unermüdlich dabei die eine oder andere Diskussion zu führen, und nimmt auch hin mehr oder weniger gehasst zu werden, zumindest zeitweise. Und auch noch nach dem Auszug der Kinder ist sie da, egal ob es darum geht lästige Hemden für wichtige Tage zu bügeln, oder mit einem Kochrezept aushilft. Ja, dies ist eine etwas idealisierte Beschreibung der Mutter. Denn genau so fehlerhaft und holprig wie die Muttertagsgedichte manchmal aus dem Mund der Kinder kommt, genau so unvollkommen sind auch die Mütter. Und wahrscheinlich ist dies auch besser so.
Trotz aller Fehler und Macken sind Mütter es auf jeden Fall wert, dass Kinder sich die Muttertagsgedichte gut einprägen, und dann auch gebührlich präsentieren können. Denn die Gedichte sind ein ganz besonderer Weg eines zu sagen: Mama, ich liebe dich (trotzdem)!
