In der Haft

Das Wort Untersuchungshaft verbreitet gerade bei unbescholtenen Bürgern in gewisses Unbehagen. Wohl auch, weil in der Regel niemand wirklich weiß, was die Untersuchthaft ist oder was sie für den Untersuchungsgefangenen bedeutet. Zum einen ist der Gefangene als unschuldig anzusehen. Eine Untersuchungshaft darf auf keinen Fall den Eindruck erwecken, dass bereits eine Strafe verbüßt wird. Wer in Untersuchungshaft kommt, der muss auf jeden Fall einen Verteidiger haben. In Deutschland spricht man hier von einem Pflichtverteidiger. Zwar wird ausreichend Gelegenheit gegeben, dass der Untersuchungsgefangene sich selber einen Verteidiger aussucht. Doch kann er sich nicht entscheiden, so bestellt das Gericht einen solchen Verteidiger.

Es it also ratsam, sich selber um einen Verteidiger zu bemühen, da die Verteidigung in aller erster Linie auf dem Vertrauen zwischen Anwalt und Beschuldigtem aufgebaut ist. Dieses Vertrauensverhältnis ist natürlich größer, wenn der Beschuldigte sich selber für einen Anwalt entscheidet. Dies hat den Vorteil, dass nicht erst durch den möglichen Anwalt einen sogenannten Anbahnungssprechschein erwirkt werden muss. Da es zwar jederzeit möglich ist, Gefangene in Untersuchungshaft zu besuchen, dafür aber ein Besuchsschein, Sprechschein genannt, erbracht werden muss, muss aauch ein Pflichtverteidiger zunächst einen solchen Schein erwirken. In seinem Fall ist es so, dass ein Mandat begründet werden soll, also der Verteidiger den zu Verteidigen auch verteidigen darf. Wie so etwas geht und warum dies notwendig ist, kann man unter anderem auf der Seite rechtsanwalt-berlin.info nachlesen. Hier gibt es nützliche Tipps zu dem Thema Besuchsrechte und Ablauf einer Mandatsanbahnung. Es wird in vielen Einzelheiten geschildert, wie man sich im Vorfeld eines Besuches verhalten muss, welche Papiere man braucht und was bei einem Besuch passieren kann. Man wird darüber aufgeklärt, dass das Gespräch überwacht werden kann. Außerdem gibt es Informationen dazu, was man dem Gefangenen mitbringen darf. Es fehlt auch nicht ein Hinweis, dass bei seinem Besuchstermin nur dann eine Fremdsprache benutzt werden darf, wenn ein Dolmetscher anwesend ist.