Vaterschaftstest selbst gemacht

Thematik ist weiterhin, dass ein Vaterschaftstest auch aus der Apotheke erworben werden kann. Hierbei nimmt der Vater selbst Proben von sich und seinem „Kuckuckskind“ und schickt diese zum Labor. Fraglich ist hierbei schon die Echtheit der Proben. Wer bestätigt hier, dass die Proben auch wirklich von den beteiligten Personen entnommen wurden und dass diese nicht verunreinigt worden sind.

Auf der sicheren Seite ist man demnach, wenn man den Vaterschaftstest professionell durchführen lässt, d.h. ein zugelassenes Institut oder auch ein Arzt die ordnungsgemäße Entnahme der Probe, sei es eine Speichelprobe oder auch eine Blutabnahme, bestätigt.

Ob die Vaterschaftstests aus der Apotheke dann auch noch wirklich zu 99,9% und mehr Sicherheit geben, welche sie versprechen, bleibt ebenfalls fraglich. Die Tests werden in einer Apotheke für wenig Geld gekauft, die Proben entnommen, zum Labor geschickt und erst dann folgt „die dicke Rechnung“? Wie soll das Sicherheit geben?

Da bleibt man doch lieber bei der altbewährten Art und Weise und führt auch einen privaten Vaterschaftstest professionell und sicher durch. Das Institut kann „Mann“ frei wählen und sicherer als ein Apothekenvaterschaftstest ist es mit Sicherheit.

Man muss bedenken, dass das Ergebnis eines solchen Test ein Leben bzw. drei Leben verändern kann. Zum einen das Leben des Vaters selbst, der im schlimmsten Fall jahrelang für ein Kind gezahlt hat oder zahlt, welches gar nicht sein biologisches Kind ist, zum anderen das Leben des Kindes, welches ebenso auf einmal sein „Vater“ verliert – sofern es alt genug ist, um dies bereits beurteilen zu können – und zuletzt das Leben der Mutter, welche nunmehr bei einer Nichtvaterschaft Rechenschaft ablegen muss und den richtigen Vater wohlmöglich erst suchen muss.

Es sollte also wenigstens wissenschaftlich erwiesen sein, dass das Ergebnis des Vaterschaftstests der Wahrheit entspricht, um weiteren psychischen Stress aus dem Weg zu gehen. Manchmal reicht hierzu ja schon die Gewissheit.