Wettbewerbsverzerrung

Billigfluggesellschaften stehen von jeher in der Kritik der Verbraucherschützer. Ein besonderer Tatbestand, der den Unternehmen immer wieder vorgeworfen wird, ist die Wettbewerbsverzerrung. Diese bietet immer wieder Angriffsfläche für Verbraucherschützer, die die Rechte der Fluggäste schützen wollen. Gemeint ist mit dem Begriff hauptsächlich die unfaire Werbestrategie und Vermarktung der Billigfluganbieter.

Unterstellt wird den Unternehmen vor allem die Irreführung der Kunden durch die sehr plakative und nicht immer realistische Reklame. Das Problem ist, dass Flüge für extrem niedrige Preise beworben werden, zuzüglich zu zahlende Gebühren aber nicht ersichtlich sind. Dies bedeutet, dass der angebotene Flug zum angepriesenen Preis in der Regel nicht erhältlich ist, da beim Kauf noch andere Geldbeträge wie Flughafengebühren und Steuern dazukommen.

Über diese zusätzlichen Kosten wird der Kunde teils nicht, teils nur auf sehr unersichtliche Weise vor dem Kauf des Tickets hingewiesen. So werben manche Billigfluggesellschaften beispielsweise mit Preisen unter einem Euro für Flüge, für die der Käufer im Endeffekt womöglich über hundert Euro zu zahlen hat. Zusätzlich wird der Käufer in der Werbung meist über bestimmte Einschränkungen in Bezug auf den Service vor, während und nach dem Flug nicht immer aufgeklärt. So erhalten die Passagiere an Bord keine kostenlose Verpflegung, der Flieger landet oft auf Flugplätzen fernab des Stadtzentrums und auch der Platz in der Maschine ist sehr knapp bemessen.

Autor: Marvin Fuchs