Der erste Chronograph

Als Chronograph bezeichnet man wörtlich übersetzt einen „Zeitschreiber“ (Chrono stammt aus dem griechischen Wort „chronós“ und bedeutet Zeit, -graph stammt von dem griechischen Wort „grafí“, welches Schrift bedeutet. Häufig meint man eine Stoppuhr,wenn man von einem Chronographen spricht, seltener eine Armbanduhr. Der erste mechanisch angetriebene Chronograph wurde 1821 von dem französischstammigen Rieussec erfunden und von diesem im Jahre 1822 zum Patent angemeldet. 1831 wurde von einem Mitarbeiter eines Uhrenhauses namens Joseph Thaddäus Winnerl erstmals eine Uhr mit apart anhaltbarem Sekundenzeiger sowie ein Chronograph mit auf zwei verschiedenen Höhen übereinander angeordneten Sekunden-Zeigern, die beide separat und unabhängig von dem anderen Zeiger gestartet und auch gestoppt werden konnten, erfunden. Im Jahre 1862 wurde sodann die erste Taschenuhr, die eine vollständige Funktionstüchtigkeit als Chronograph aufwies, auf den Markt gebracht. Diese wurde sehr erfolgreich verkauft, bis diese im Jahr 1970 von der preislich weitaus günstigeren und aufgrund der Größe auch komfortableren Quarzuhr abgelöst und wird heute nur noch von Uhrenliebhabern geschätzt und gehandelt. Die heutige Form von diesem Vorläufer des Chronographen ist zum Beispiel aus der Sportwelt gar nicht mehr wegzudenken. Ihre Präzision ist zum Beispiel bei der Messung der Leistungen der Sportler bei Olympischen Spielen, Marathonläufen u.ä. unverzichtbar. Heutzutage sind diese Zeitmesser nicht mehr mechanisch angetrieben und laufen voll elektronisch. Sie können mehrere Zeiten auf einmal starten, unabhängig voneinander starten, Zwischenzeiten eingeben, Zwischenzeiten einzeln stoppen sowie Endzeiten stoppen und speichern. Dies ist besonders bei Wettrennen hilfreich wenn nur eine Person die gelaufene Zeit stoppt.

M.Winter

mwinter[@]skorbmedia.de