Sitzsack geschichtlich gesehen
Der Sitzsack ist mal wieder in aller Munde, oder sagen wir besser, er ist mal wieder groß in Mode und gerade gewaltig im Kommen. Was war das früher doch langweilig, jede Zeit hatte zwar ihren Stil, was Wohnzimmermöbel und insbesondere die im Wohnzimmer befindlichen Sitzmöbel anbetraf, aber Sofa und Sessel waren einfach Standard. Wollte man es bequemer haben, gönnte man sich einen gut gepolsterten Schaukelstuhl oder einen Ohrensessel. So ein „Opasessel“ war ziemlich steif und nahm viel Platz ein, wenn sich der Benutzer dann noch automatisch per Knopfdruck in eine andere Lage bringen konnte und sogar eine Ablage für die Füße ausgefahren wurde, dann stand so ein komfortabler Ohrensessel schon mal wie ein Monstrum im Wohnzimmer und nahm wirklich viel Platz weg. Früher war das wohl akzeptabel, später wollte man es dann aber komfortabler. Irgendwann wurde dann auch mal der Sitzsack erfunden. Im Englischen nennt man ihn „Bean Bag“, also Bohnensack. Das lässt die Vermutung aufkommen, dass der Sitzsack möglicherweise noch nicht mal eine Erfindung war, sondern sich nach und nach entwickelt hat. Man könnte meinen, dass sich ein Landwirt nach einem schweren Arbeitstag in der Bohnenernte einfach mal zum Ausruhen auf einen nicht ganz prall gefüllten Bohnensack setzte und merkte, dass er damit eine feine Sitzgelegenheit hatte. Wann so was passiert ist oder ob der Sitzsack von einem pfiffigen Designer erfunden wurde, ist möglicherweise unklar. Fest steht aber, dass dieses bequeme Sitzmöbel mal in den 60er-Jahren des letzten Jahrhunderts ganz „in“ war, dann verschwand es wieder und konnte er wieder in den 90er-Jahren ein neues Comeback feiern.

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