Das neue Reitabzeichen-System für die Reitausbildung: Kleinere Schritte, größere Erfolge

Noch sind wenige Kapazitäten frei: Wer die Weihnachtsferien auf dem Hof der Reitschule Schulze Niehues in Freckenhorst verbringt, hat am 5. Januar die Möglichkeit, bundesweit als einer der Ersten eines der neuen Reitabzeichen der APO 2014 abzulegen.

Steckenpferd, Kleines und Großes Hufeisen – die sogenannten Motivationsabzeichen haben ausgedient. Und auch sonst wird ab dem 1. Januar 2014 einiges anders. Fortan werden die einzelnen Reitabzeichen durchnummeriert: Von Stufe 10 (Einstieg) bis Stufe 1 (höchste Stufe). Ein System, das Reitern aller Alters- und Leistungsklassen ein passendes Angebot bietet, wobei die Überprüfung des reiterlichen Könnens in kleineren Ausbildungsabschnitten erfolgt. Eine Änderung mit positiven Folgen: Zum einen kann der Reiter dadurch besser zum nächsten Abzeichen und damit auch zu höheren Anforderungen hingeführt werden. Zum anderen steigt mit jedem bestandenen Abzeichen die Motivation.

Neue Prüfungen machen die Erfolge der Reitlehrgänge sichtbar

„Die Reitabzeichen gewährleisten eine fachlich qualifizierte Begleitung auf dem Ausbildungsweg im Pferdesport“, weiß Ludger Schulze Niehues, der in seiner Funktion als Mitglied im Arbeitskreis „Abzeichen“ maßgebend der Entwicklung des neuen Systems mitgearbeitet hat. Dabei lautete die Prämisse: Bewährtes beibehalten und neue Möglichkeiten schaffen. Ein Beispiel: Waren die bisherigen Motivationsabzeichen bislang nur den Jüngsten im Sattel vorbehalten, stehen die Reitabzeichen der Stufen 10 bis 6 jetzt auch erwachsenen Reitanfängen offen. Zudem können die Abzeichen dieser Stufen in beliebiger Reihenfolge und beliebig oft wiederholt werden. Anders ist dies ab dem Reitabzeichen der Stufe 5, das dem bisherigen DRA Kl. IV entspricht. Ab diesem Niveau in der Reitausbildung ist nicht nur die Reihenfolge der Reitabzeichen verpflichtend, zudem muss zwischen einer bestandenen und der nächsthöheren Reitabzeichen-Prüfung ein Zeitraum von mindestens drei Monaten liegen. Eine weitere Neuerung: Die bisherige Theorieprüfung wird durch eine Stationsprüfung abgelöst, bei der das theoretische Wissen praktisch umgesetzt werden muss. So wird nicht mehr abgefragt, wie ein Pferd geputzt wird – nein, es gilt für den Prüfling, selbst den Striegel in die Hand zu nehmen und sein Wissen zu zeigen. Neu ist auch die Einführung des Geländereitabzeichens. Die Teilprüfung Gelände kann jeweils zusätzlich abgelegt werden oder die Teilprüfung Springen ersetzen.

Neue Angebote in der Reitausbildung bei der Reitschule Schulze Niehues

Natürlich haben die ab dem 1. Januar in Kraft tretenden Neuerungen auch eine Auswirkung auf die Kursangebote auf dem Hof Schulze Niehues: „Unser Ziel ist es, unseren Gästen maßgeschneiderte Angebote für Reitlehrgänge anzubieten und damit neue Ziele, Herausforderungen und Motivationen zu schaffen“, erklärt Ludger Schulze Niehues. Eine erste Gelegenheit dazu bietet sich gleich in den kommenden Weihnachtsferien, in denen für Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Familien drei unterschiedliche Buchungszeiträume zur Verfügung stehen. Am 4. Januar haben dann alle Gäste die Möglichkeit, ein jeweils an das individuelle Können angepasstes Abzeichen abzulegen. 

Freie Plätze in den Winterferien:
27. Dezember 2013 bis zum 06. Januar 2014
27. Dezember 2013 bis zum 02. Januar 2014
02. Januar 2014 bis zum 06. Januar 2014