Fischfinder

Ein Fischfinder ist eine Variante von Echolot-System. Er ist spezialisiert darauf, Fische oder andere im Wasser lebende Tiere (also bewegliche Objekte) zu finden. Früher gab es hier nur Echolot-Systeme, die in erster Linie zur Tiefenmessung verwendet wurden. Doch für die Fischortung erwiesen sich diese Geräte als nicht sonderlich geeignet.

Beim Echolot wird die Zeit zwischen der Aussendung eines Signals auf Basis von Schallwellen und dem zurückkommenden Echos gemessen und in Entfernungen umgerechnet. Zur Funktion des Echolotes gehören also gelegentliche Schallimpulse. Da Fische aber beweglich kleine Objekte sind, arbeitet ein normales Echolot-System hier nicht besonders präzise.

Deshalb wurde spezielle Techniken entwickelt, um hier präziser und schneller arbeiten zu können. Der Fischfinder verwendet also aktive Sonar-Techniken, um Fische zu erkennen. Der Fischfinder zeigt seine Resultate über ein grafisches Anzeige-Gerät wie zum Beispiel ein LCD-oder CRT-Bildschirm an. Im Gegensatz zum Fischfinder ist ein Tiefenmesser nicht geeignet, bewegliche Objekte zu bestimmen.

Die Unterscheidung zwischen Fischfinder und Tiefenmesser ist in ihren wesentlichen Zwecken und damit in die Funktionen des jeweiligen Systems gegeben. Beide arbeiten auf die gleiche Art und verwenden ähnliche Frequenzen, doch nur ein Fischfinder kann bewegliche Objekte zielgenau bestimmen. Heute haben beide Geräte-Typen eine Computer-Schnittstelle und es gibt auch Mehrzweck-Fischfinder Kombination auf Basis der GPS-Technologie, sowie angeschlossene digitale Grafik-Plotter. Premium Geräte verfügen auch über Radar und elektronischen Kompass: hier schlägt das Herz des Skippers deutlich schneller.

Grundsätzlich funktioniert jeder Fischfinder gleich, die Differenzen bestehen hauptsächlich darin, welche Leistungen der Sender umgesetzt und wie gut der Bildschirm die Informationen darstellt.
Es gibt daher keine schlechten Fischfinder, sondern je nach Einsatzzweck oder Einsatzort kann man unterschiedliche Anforderungen mehr oder weniger besser erfüllt bekommen. Man braucht für einen Fluss oder See mit relativ geringen Tiefen kein High-End-Gerätes, mit dem man auf hoher See bei Windstärke 6 noch operieren kann, um die Art des Fisches auch in 500 MeterTiefe bestimmen zu können.

Man sollte aber daran denken, dass ein Fischfinder nur die Vergangenheit zeigen kann. Denn bedingt durch Strömung oder sonstige Einflüsse ist das Boot schneller von den Fischen weg, als man sich das gemeinhin vorstellt. Deshalb sollte man beim Angeln das Gerät immer im Blick behalten.