Leiterplatten

Leiterplatten werden verwendet, um elektronische Bauteile elektrisch zu verknüpfen und gleichzeitig auch mechanisch fest zu machen. Es handelt sich hierbei um ein isolierendes Trägermaterial, an dem Verbindungen haften, die den elektrischen Strom leiten. Das Material des Trägers besteht aus Glasfasermatten, die mit Epoxidharzen voll gesaugt sind, und auf dem ein bis zwei Schichten Kupfer aufgestrichen sind. Leiterplatten werden heute meist fotochemisch durch Bohren, Durchkontaktieren, Fotoresist laminieren, Belichten, Entwickeln und schließlich Ätzen hergestellt.
Unter Leiterbahnen versteht man die Verbindungsleitungen, die häufig durch geätzte Leiterplatten angefertigt werden. Dazu wird auf dem isolierenden Basismaterial eine dünne Schicht des leitfähigen Materials aufgetragen.
PCB ist Englisch und bedeutet so viel wie gedruckte Schaltung. Dies sind Leiterplatten mit aufgedruckten Formen wie z.B. eine Abdeckmaske. Außerdem werden so auch die Schaltkreise genannt, die in den 40er Jahren durch das Siebdrucken von Silberleitlack erstellt wurden. Eine Abdeckmaske wird wiederum aus Fotolack, der belichtet und anschließend ausgewaschen wurde, hergestellt. Die verschiedenen Bauteile, die sich in Lötflächen, Bohrungen oder Lötaugen befinden, werden durch eine oder auch mehrere leitende Schichten verbunden, die wiederum die Leiterbahnen darstellen. Dies geschieht über Durchkontaktieren der beiden Seiten oder über die verschiedenen Ebenen der Leiterplatte. Die Bauteile werden somit mechanisch und elektrisch aneinander gebunden.
Bevor eine Schaltung in Serie geht wird diese erst getestet um unnötige Kosten zu vermeiden.
Oftmals sind die nur auf einer Seite der Leiterplatte angebrachte Leiterbahnen nicht genug (z.B. bei Computern), weshalb auch mehrlagige Leiterplatten hergestellt werden; die Multilayer-Leiterplatten. Diese bestehen aus mehreren aneinander geklebten Leiterplatten und können über 40 Schichten besitzen. Auch Platinen sind hochtechnische und interessanten Entwicklungen.