Personal Computing als Dienst

Im Internet finden sich nicht nur Dokumente und Daten, sondern auch Dienste für immer neue Anwendungsbereiche. Klassischerweise legt der Begriff ‚Desktop‘ die Assoziation mit einem Computer nahe, der sich physisch in nächster Nähe eines Anwenders befindet. Schnelle Verbindungen ins Internet ermöglichen allerdings eine neue Interpretation des Begriffs.

Der Desktop muss nicht länger mit dem einen eigenen Computer verknüpft sein, sondern darf aus dem Internet, der Cloud, stammen. Der eigene Computer, der PC, Tablet oder Smartphone sein darf, dient dann nur noch der Anzeige dieses Desktops aus der Cloud. Der Cloud Desktop ist virtuell. Er residiert im Rechenzentrum eines Dienstleisters im Internet, steht dem Anwender überall auf der Welt zur Verfügung, wo er mit einem beliebigen Gerät Zugang zum Internet hat. Der Anwender hat seine Daten, seine Arbeitsumgebung, eben seinen persönlichen digitalen Schreibtisch weltweit griffbereit. Auch wenn die eigene Hardware einmal versagt, der Cloud Desktop besteht weiterhin. Wächst der Leistungsbedarf, werden dem Cloud Desktop im Rechenzentrum neue Ressourcen zugeteilt. Der Desktop wird zum Dienst, von der Hardware losgelöst.

Ein Vergleich, zwischen dem Cloud Desktop und dem klassischen PC-Arbeitsplatz zeigt, welche Vorzüge die neue Technik bietet. Musste in der Vergangenheit die Software gekauft werden, so wird sie heute gemietet. Auch die Zeiten der großen Hardware Speicherkapazitäten sind vorbei. Heute liegen die Daten auf einen externen Server und hier gibt es einen weltweiten Zugriff. Das ist gerade für die Firmen interessant, die international tätig sind. Auch gibt es bei den Kosten eine bessere Transparenz. Bei dem PC-Arbeitsplatz war es oft nicht ersichtlich, welche Kosten anfallen. Heute gibt es die vereinbarten monatlichen Kosten und das ist eine einfachere Kostenstruktur.