Betriebliche Altersvorsorge im ÖKO-TEST 2013

Bereits 2012 untersuchte ÖKO-TEST die Angebote für eine betriebliche Altersvorsorge. Für 2013 wurden nun erneut die aktuellen Testsieger ermittelt. Untersucht wurden 118 Klassiktarife und 71 fondsgebundene Direktversicherungen. Besonders kritisch wurden die anfallenden Kosten für eine Direktversicherung begutachtet. Das Urteile fiel dabei für viele Angebote eher schlecht aus. Einige Versicherungen konnten jedoch durch günstige Tarife überzeugen.

Die staatliche Förderung der Betriebsrente

Die betriebliche Altersvorsorge und die Riester-Rente gehören zu den beliebtesten Formen der privaten Altersvorsorge. Der Trend ist nicht verwunderlich, denn immerhin locken beide Angebote mit umfangreichen staatlichen Förderungen. Im Vergleich zur Riester-Rente, wo der Staat jährlich Zuschüsse auszahlt, können bei der Betriebsrente vor allem steuerliche Vorteile ausgenutzt werden. Durch die Möglichkeit zur Entgeltumwandlung, kann ein Teil des monatlichen Bruttogehalts für die private Altersvorsorge verwendet werden. Für diese Beiträge fallen zunächst keine Steuern oder Sozialabgaben an.

Die Nachteile im Überblick

Die Entgeltumwandlung hört sich für die meisten Arbeitnehmer zunächst verlockend an. Werden 100 Euro vom monatlichen Bruttogehalt für eine Betriebsrente verwendet, verringert sich das Nettoeinkommen in der Regel nur um ca. 50 Euro. Möglich wird dies durch die geringeren Steuern und Sozialabgaben. Jährlich können bis zu 4584 Euro steuerfrei auf ein Betriebsrentenkonto eingezahlt werden. Der Freibetrag für die Sozialabgaben liegt bei 2784 Euro.

Die Nachteile der betrieblichen Altersvorsorge entstehen jedoch erst in der Rentenphase. Dann muss das angesparte Kapital versteuert werden. Auch die Beiträge für die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung müssen nachgezahlt werden (Arbeitgeber und Arbeitnehmeranteil). Diese Kosten muss die Betriebsrente erst einmal erwirtschaften, um eine vernünftige Rendite zu erzielen.

ÖKO-TEST kritisiert hohe Kosten

Nicht nur die Steuern und Sozialabgaben sind ein Nachteil der Betriebsrente. ÖKO-TEST kritisiert vor allem die teilweise extrem hohen Kosten für die Direktversicherungen. Nicht nur das diese teilweise bis zu 14% betragen, viel gravierender ist die Intransparenz der Verträge. Sollten der Kunde nicht gerade ein Experte in Versicherungsfragen sein, dürfte das ermitteln der genauen Kosten sehr schwer werden.

Die Testsieger im ÖKO-TEST sind …

Besonders gut hat die EUROPA Versicherung im ÖKO-TEST abgeschnitten. Die Kosten waren durch den Kollektivtarif gering und somit viel die garantierte monatliche Rente dementsprechend hoch aus. Im allgemeinen sanken die garantierten Renten im Vergleich zum Vorjahr. Schuld daran ist neben den hohen Kosten die Umstellung auf Unisex-Tarife. Die kostenintensivsten Angebote von anderen Versicherungen sind teilweise bis zu 3 mal teurer als das der EUROPA Versicherung. Diese Differenz zeigt wie wichtig ein guter Vergleich ist.

Testsieger bei der Stiftung Warentest

Die Stiftung Warentest führte zuletzt 2012 einen Test der Angebote für eine betriebliche Altersvorsorge durch. Der Fokus lag dabei besonders auf der garantierten monatlichen Rente. Auch im Test der Stiftung Warentest schnitt die EUROPA Versicherung besonders gut ab. Die Testsieger aus 2012 gehören also auch 2013 zu den Top Angeboten.

Vergleichen lohnt sich …

Die Intransparenz der Verträge und die hohen Kosten sind die größten Kritikpunkte. ÖKO-TEST merkt auch an, dass es für die meisten Kunden sehr schwer ist alle Kosten in den komplizierten Verträgen zu entdecken. Vor dem Abschluss einer betrieblichen Altersvorsorge sollte also unbedingt ein unabhängig Vergleich durch einen Experten durchgeführt werden. Nur so können Sie die Vorteile der Betriebsrente wirklich nutzen und eine gute Rendite erzielen.