Was ist die PKV? Wie entstand sie?

Kennzeichnend für die Private Krankenversicherung ist dabei allgemein, dass die Beiträge sich aufgrund des Bruttoeinkommens ergeben, sondern aufgrund von Geschlecht, Alter, Gesundheitszustand und natürlich der Leistung, die versichert werden soll. Insbesondere vom Blickwinkel der Leistung, die wählbar ist, lohnt sich ein Vergleich zwischen den Anbietern der PKV. Für Arbeitnehmer, die sich oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze bewegen vom Einkommen her, lohnt sich ein Vergleich zwischen der PKV und der GKV. Der Grundsatz lautet dabei: Die PKV vergleichen vor allem in Hinblick auf die Leistung.

Was man wissen muss, ist dass die PKV, die Private Krankenversicherung, nur einem bestimmten Personenkreis zugänglich ist, und zwar denjenigen unter den Arbeitnehmern, die jährlich mehr verdienen als die Beitragsbemessungsgrenze zur Gesetzlichen Krankenversicherung hoch ist. Darüber hinaus Freiberufler und Selbstständige, die sich aber auch in der Gesetzlichen Krankenversicherung versichern könnten.

Entstanden ist die PKV auch daraus, weil sich einige Bevölkerungsschichten in der in den 1880er Jahren entwickelten Gesetzlichen Krankenversicherung nicht versichern konnten. Aus diesem Grund wurden Krankenkassen auf privatrechtlicher Basis gegründet. Beamte, Lehrer und Geistliche waren dabei die ersten Mitglieder. Bis in die 1920er Jahre gab es dabei nur wenige Versicherungsgesellschaften, die eine derartige Krankenversicherung anboten. Insbesondere aber die Jahre 1934 bis 1937 nehmen dann in der Geschichte der PKV eine besondere Bedeutung ein. Durch den Umbau der Gesetzlichen Krankenversicherung bekamen die Privaten in diesem Zeitraum besonders viele Mitglieder.

Ab 1949 unterlag die PKV dann der Entwicklung der Gesetzgebung, wobei erst seit 1970 durch das 2. Krankenversicherungsänderungsgesetz eine dauerhafte Koexistenz zu den gesetzlichen Versicherern besteht. 1989 erfolgte dann erneut eine deutliche Abgrenzung von Privat und Gesetzlich bei der Krankenversicherung.