Der Wechsel in die private Krankenversicherung

Es gibt verschiedene Regelungen und Fristen, um in eine private Krankenversicherung zu wechseln. Bevor jedoch der Wechsel von einer gesetzlichen in eine private Krankenkasse vollzogen wird, sollten sämtliche Vor- und Nachteile abgewogen werden. Nicht für jeden ist die Privatversicherung die richtige Lösung. Eventuell ist für die gesetzliche Krankenkasse  mit einer Zusatzversicherung die bessere Lösung.

Deshalb sollten solche Gesichtspunkte wie Einkommensverhältnisse, Familienplanung oder gesundheitliche Situation mit beachtet werden, bevor ein Austritt aus der gesetzlichen Krankenversicherung erfolgt. Ein Wechsel in die private lohnt sich hauptsächlich für Doppelverdiener, Familien mit nur einem Kind oder Singles. Da für Kinder und den nicht erwerbstätigen Ehepartner immer ein Extra-Beitrag zu entrichten ist, sollten eventuelle Kinderwünsche mit einkalkuliert werden. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Gesundheit. Bei der Antragstellung möchte sich jede private Krankenversicherung ein Bild vom Gesundheitszustand der zu versichernden Person machen. Zu diesem Zweck werden Gesundheitsfragen gestellt, wobei es bei bestimmten Vorerkrankungen zu einem Beitragszuschlag oder sogar einer Ablehnung kommen kann. Allerdings wird dies von den Versicherungsunternehmen sehr unterschiedlich beurteilt. Wenn das Jahresbruttoeinkommen über der Pflichtversicherungsgrenze liegt oder als Selbständiger bzw. Freiberufler kann man jederzeit in eine private Krankenkasse überwechseln. Für Familien mit mehreren Kindern und nur einem Verdiener sowie für Frauen ab etwa 38 Jahren und Männer ab etwa 45 Jahren lohnt sich so ein Wechsel jedoch meist nicht.